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Forenexperte: Dr. Thomas Kreutzig
Forum Männergesundheit
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Stand: 17. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Phimose (Vorhautverengung) besteht ein Missverhältnis zwischen der Größe der Eichel und der dehnbaren Weite der Vorhautöffnung. Dadurch lässt sich die Vorhaut (Präputium) gar nicht oder nur unter Schwierigkeiten über die Eichel des Penis zurückziehen. Man unterscheidet bei der Vorhautverengung per Definition zwei Formen: die angeborene (primäre) und die erworbene (sekundäre) Phimose.
Die primäre Phimose ist eine angeborene Vorhautverengung – die Vorhaut ist also von Geburt an verengt. Allerdings ist zu beachten, dass bei Kleinkindern eine nicht zurückziehbare Vorhaut völlig normal ist (sog. Vorhautverklebung oder physiologische Phimose). Daher ist es wichtig, die Vorhaut bei Kindern in den ersten Lebensjahren nicht gewaltsam zurückzuziehen.
Ab dem dritten bis fünften Lebensjahr ist es meist möglich, die Vorhaut zumindest weitgehend zurückzuziehen. Ist dies nicht der Fall, liegt womöglich eine krankhafte primäre Phimose vor. Allerdings haben bis zu 8 Prozent der Jungen noch bei Eintritt ins schulpflichtige Alter eine Phimose; während in der Altersgruppe der 16- bis 18-Jährigen nur noch 1 von 100 Jugendlichen von der Vorhautverengung betroffen ist. Eine Behandlung der Phimose ist dann notwendig, wenn in den ersten Lebensjahren wiederholt Entzündungen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen auftreten. Wenn sich bei den Kindern die Vorhaut beim Wasserlassen aufbläht, ohne dass der Harnstrahl abgeschwächt ist, ist dies alleine aber noch kein Zeichen für eine krankhafte Phimose.
Als sekundäre Phimose bezeichnet man eine erworbene Vorhautverengung. Die sekundäre Phimose entsteht also erst im Lauf des Lebens – zunächst ist die Vorhaut bei den betroffenen Kindern oder Erwachsenen normal weit. Durch wiederholte Entzündungen oder durch gewaltsame Einwirkungen mit Einrissen, Blutungen oder entzündlicher oder narbiger Abheilung kann eine narbige Phimose entstehen, denn: Narbengewebe neigt dazu, zu schrumpfen. Das schrumpfende Narbengewebe kann die Vorhaut so stark verengen, dass es ratsam ist, die Verengung zu beseitigen. Die sekundäre Phimose tritt häufig bei Diabetikern auf.
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