Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)

Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose): Symptome

Stand: 26. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) verursacht zu Beginn einige Symptome, die eher allgemein sind. Hierzu zählen Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Häufig treten bereits in dieser Phase leichtes Fieber sowie Kopfschmerzen und Halsschmerzen auf. Diese Beschwerden können bis zu zehn Tage lang anhalten.

Im Anschluss daran entwickeln sich die für pfeiffersches Drüsenfieber typischen Symptome. Meist handelt es sich um einige Hauptsymptome, die von seltener auftretenden Symptomen begleitet werden können.

Hauptsymptome

Fieber

Während des gesamten Krankheitsverlaufs des pfeifferschen Drüsenfiebers von etwa drei Wochen haben die Betroffenen Fieber. Dieses klingt zeitweise ab und steigt dann wieder.

Geschwollene Lymphknoten und Milz

Zeitgleich mit dem Fieber schwellen die Lymphknoten an verschiedenen Stellen des Körpers an – ein weiteres der für pfeiffersches Drüsenfieber typischen Symptome. Insbesondere die Lymphknoten am Hals können teilweise bis auf die Größe eines Hühnereis anwachsen und unterschiedliche Konsistenz annehmen: Sie fühlen sich von hart über weich bis schwammig an. Vergrößerte Lymphknoten finden sich auch im Brustkorb oder in der Bauchhöhle.

Die Vergrößerung der Milz (sog. Splenomegalie) erreicht bei mehr als 50 Prozent der Betroffenen am Ende des Krankheitsprozesses ihr Maximum, also etwa in der zweiten oder dritten Krankheitswoche. Danach bildet sich diese Vergrößerung langsam wieder zurück.

Monozyten-Angina

Nach Ausbildung der Lymphknotenschwellung entwickeln bis zu 80 Prozent der Erkrankten eine Monozyten-Angina. Eine Monozyten-Angina ist eine Entzündung der Rachenmandeln durch B-Lymphozyten (Abwehrzellen im Blut), die mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert sind. Unter anderem treten folgende Symptome auf:

  • Der Gaumen ist gerötet.
  • Die Mandeln (Tonsillen) sind stark geschwollen, hochrot und weisen häufig grau-weiße Beläge auf.

Diese Veränderungen bilden sich meist nach ein bis zwei Wochen zurück.

Seltene Symptome

Zusätzlich zu den Hauptsymptomen verursacht pfeiffersches Drüsenfieber selten Symptome wie:

  • Lebervergrößerung: In etwa 20 Prozent der Fälle bildet sich eine Lebervergrößerung (Hepatomegalie) aus. Die Betroffenen klagen über eine Druckempfindlichkeit im rechten Oberbauch, und manchmal färbt sich die Haut gelb (sog. Ikterus). Die Leberwerte im Blut sind erhöht.
  • Hautausschlag: Bei weniger als 10 Prozent der Betroffenen tritt ein Hautausschlag (Exanthem) auf. Die Haut verändert sich dabei in unterschiedlicher Weise: Es entwickeln sich kleine Rötungen oder Einblutungen in die Haut. Möglich sind auch großflächige Veränderungen, die stark jucken.
  • Syndrom der verbrühten Haut (Lyell-Syndrom): Nimmt der Betroffene während der Erkrankung das Antibiotikum Ampicillin ein, kann dies ein sogenanntes Lyell-Syndrom auslösen. Bei dieser allergischen Reaktion auf das Antibiotikum bilden sich große Blasen auf der Haut, die ähnlich aussehen wie schwere Verbrühungen oder Verbrennungen. Die Oberhaut löst sich großflächig ab, ohne dass eine wesentliche Entzündung erkennbar ist. Das Lyell-Syndrom kann auch die Schleimhaut innerer Organe befallen und lebensbedrohlich werden.
  • Müdigkeit: Von einer chronischen Müdigkeit, die über Monate hinweg anhält, berichten ein bis zwei Prozent der Betroffenen.

Weiterlesen: Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose): Diagnose

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