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Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)
Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose): DefinitionStand: 26. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) ist eine Erkrankung des lymphatischen Gewebes, die überwiegend gutartig verläuft. Auslöser ist eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV). Wer einmal an pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt war, kann sich nicht erneut mit dem Epstein-Barr-Virus anstecken. Das lymphatische System ist unter anderem Teil des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem). Es besteht aus den Lymphbahnen und verschiedenen Organen wie zum Beispiel den Lymphknoten, der Milz und den Gaumenmandeln. Ein wichtiger Teil dieses Systems sind die Lymphozyten. Sie gehören zur Gruppe der weißen Blutkörperchen. Die Lymphozyten erkennen und bekämpfen Krankheitserreger, die in den Körper eindringen. Die Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) verläuft abhängig vom Alter der angesteckten (infizierten) Person sehr unterschiedlich. Bei älteren Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entsteht oft das Krankheitsbild der Mononukleose beziehungsweise des pfeifferschen Drüsenfiebers. Dieser Name geht auf den deutschen Internisten und Kinderarzt Emil Pfeiffer (1846-1921) zurück, der die Krankheit erstmals beschrieb. Pfeiffer leitete von den beiden Hauptsymptomen (Lymphdrüsen- bzw. Lymphknotenschwellung und Fieber) die Bezeichnung "Drüsenfieber" ab. Bei einer Infektion mit dem EBV im frühen Kindesalter treten meist keine Symptome auf. Gelegentlich kommt es zu Beschwerden ähnlich denen eines grippalen Infekts wie Husten, Halsschmerzen und Übelkeit. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte abgeschwächte (abortive) EBV-Infektion. Das pfeiffersche Drüsenfieber kann auch chronisch verlaufen. Fieber und Abgeschlagenheit beeinträchtigen die Betroffenen mitunter mehrere Monate, ohne dass die wirkliche Ursache erkannt wird. Experten diskutieren eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus als eine mögliche Ursache des chronischen Müdigkeitssyndroms (Chronic Fatique Syndrom, CFS). Spezielle Antikörper-Tests (sog. serologische Analysen) zeigen in den meisten Fällen allerdings keinen Zusammenhang zwischen infektiöser Mononukleose und einem chronischen Müdigkeitssyndrom. Weiterhin besteht der Verdacht, dass das Epstein-Barr-Virus an der Entstehung bestimmter bösartiger Tumoren in Afrika sowie Asien beteiligt ist. Dabei handelt es sich zum einen um das Burkitt-Lymphom, einen Tumor des Ober- beziehungsweise Unterkiefers, der fast ausschließlich in begrenzten Gebieten Afrikas auftritt. Zum anderen vermuten Mediziner eine Beteiligung des Epstein-Barr-Virus an Tumoren des Nasen-Rachen-Raums (Nasopharynxkarzinom), das vorwiegend bei Männern in Südchina diagnostiziert wird. Weiterlesen: Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose): Definition – Häufigkeit Das könnte Sie auch interessieren
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