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Pest ("Schwarzer Tod")

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. Oktober 2015)

© RKI

Hierzulande kennt man die Pest nur noch aus der Geschichte: Diese hochgradig ansteckende Infektionskrankheit – auch als "Schwarzer Tod" bezeichnet – führt schnell zu Massenerkrankungen (Epidemien) und war bereits in der Antike bekannt. Seitdem hat der "Schwarze Tod" unzählige Todesopfer gefordert.

Nachdem sich die Pest vor allem im Mittelalter in Europa verheerend ausbreitete, gehört sie hier inzwischen der Vergangenheit an. Weltweit ist die Infektionskrankheit, die zu den verheerendsten Seuchen der Menschheitsgeschichte zählt, allerdings noch nicht verschwunden.

Die Pest tritt auch heute immer noch örtlich begrenzt auf – vor allem in Gebieten in ...

  • Afrika (z.B. Madagaskar, Kongo, Tansania),
  • Asien (z.B. Russland, Kasachstan, China, Indien, Vietnam) und
  • Amerika (z.B. Peru, Südwesten der USA).

Eigentlich ist die Pest eine Erkrankung bei Nagetieren. Menschen stecken sich meist über deren Parasiten (z.B. Rattenflöhe) mit dem Pesterreger an – der Bakterienart Yersinia pestis. In der Folge können sich diese Yersinien auch von Mensch zu Mensch ausbreiten.

Beim Menschen kann die Pest die unterschiedlichsten Symptome auslösen. Entsprechend tritt sie in verschiedenen Erscheinungsformen auf. Die drei Hauptformen der Erkrankung sind:

Daneben äußert sich die Pest in seltenen Fällen zunächst durch örtliche Infektionen (Hautpest, Pestlaryngitis, Pestmeningitis). Je nachdem, in welcher Form die Erkrankung auftritt, besteht bei Behandlung mit Antibiotika die Chance, sie zu heilen.

Die Antibiotika wirken allerdings nur dann gegen die Pest, wenn die Therapie frühzeitig beginnt.

Unbehandelt verläuft die Pest in der Regel tödlich. Allerdings kann die Infektion mit Yersinia pestis auch milde verlaufen. Eine ausreichende Schutzimpfung gegen Pest ist nicht verfügbar; die vorbeugende Einnahme von Antibiotika kann jedoch eine Infektion mit den Pestbakterien bei gefährdeten Personen (z.B. bei medizinischem Personal) verhindern.

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