Pest: Lungenpest

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (08. Oktober 2015)

Eine seltenere, aber hochansteckende Form von Pest ist die Lungenpest (Pestpneumonie). Entsteht sie primär (d.h. direkt durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch), zeigen sich die ersten Symptome schon nach wenigen Stunden bis zwei Tagen – es kommt (wie bei der  Beulenpest) plötzlich und heftig zu:

Nach einem Tag zeigt sich, warum diese Form der Pest Lungenpest heißt – es treten Symptome für eine Beteiligung der Lunge auf:

Das Abhusten des bei Lungenpest hochansteckenden Auswurfs ist sehr schmerzhaft. Später entwickelt sich bei dieser Form der Pest ein Lungenödem und es kommt zum Kreislaufversagen.

Eine Lungenpest kann sich auch sekundär – im Verlauf einer Beulenpest – entwickeln. Außerdem kann sie ebenso wie die Beulenpest in eine Blutvergiftung übergehen (Pestsepsis). Unbehandelt endet diese Form der Pest etwa zwei Tage nach Ausbruch der Symptome immer tödlich.

Pestsepsis

Eine recht häufige Form von Pest ist die Pestsepsis, eine Blutvergiftung infolge einer Ausbreitung der ursächlichen Bakterien (Yersinia pestis) in die Blutbahn. Daher betreffen die Symptome der Pestsepsis typischerweise viele Organe:

Kennzeichnend für die Pestsepsis sind vor allem Fieber, Verwirrtheit und Lethargie. Es entwickeln sich Symptome der Lungenpest, schwere Hautveränderungen (u.a. Einblutungen und Hautnekrosen, die zur Bezeichnung Schwarzer Tod für die Pest führten) und Magen-Darm-Beschwerden. Im weiteren Verlauf sind Nierenversagen, Darmverschluss und Schocksymptome bis hin zu Herz-Kreislauf-Versagen möglich.

Die Pestsepsis entsteht meist sekundär aus anderen Formen von Pest – die Symptome der Blutvergiftung können jedoch auch alleine auftreten: Eine solche primäre Pestsepsis kann durch Flohstiche oder Kontaktinfektion und ohne Pestbeulen vorkommen. Eine Pestsepsis endet fast immer tödlich.


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