Pest: Beulenpest

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (08. Oktober 2015)

Die mit etwa 90 Prozent häufigste Form der Pest ist die durch Flohstiche übertragene Beulenpest (auch Bubonenpest genannt). Die ersten Symptome der Beulenpest zeigen sich etwa zwei bis sechs Tage nach der Infektion mit dem Pesterreger namens Yersinia pestis – es entwickeln sich:

Bei der Beulenpest entzünden sich im Lymphabflussgebiet des Flohstichs die Lymphgefäße und die Lymphknoten. Daraus entstehen die für diese Form von Pest namensgebenden Symptome: Die entzündeten Lymphknoten können zu äußerst schmerzhaften Beulen (sog. Bubonen oder Pestbeulen) von bis zu zehn Zentimetern Größe anschwellen. Nachdem die Pestbeulen eitrig eingeschmolzen sind, können sie als Geschwür zerfallen. Manchmal brechen die Beulen spontan nach außen auf.

Ein im Bett liegender Mann hebt seinen Arm hoch, sodass die Pestbeule in seiner Achsel zu sehen ist. © CDC

Die Beulenpest macht sich etwa zwei bis sechs Tage nach der Ansteckung bemerkbar: Namensgebende Symptome sind die sogenannten Pestbeulen (Bubonen) – dabei handelt es sich um geschwollene Lymphknoten.

Wenn bei der Beulenpest die Pestbeulen in Blutgefäße einbrechen und die Erreger so in die Blutbahn übertreten, können sie eine Blutvergiftung (sog. Pestsepsis) hervorrufen. Breiten sich die Pesterreger über die Blutbahn auf andere Organe des Körpers aus, kann sich eine Lungenpest entwickeln. Durch Streuung der Erreger können auch ausgedehnte Hautblutungen auftreten. Nachfolgend kann sich die Haut schwarz verfärben und absterben – betroffen sind vor allem Finger, Zehen und Nase. Die Bezeichnung Schwarzer Tod für die Pest ist auf diese Symptome zurückzuführen.


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