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PestGeschichte der PestStand: 27. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die Pest hat eine lange Geschichte: Erste Berichte über die Krankheit reichen bis in die Antike zurück. In der Vergangenheit breitete sich die Pest wiederholt in schweren Seuchenzügen über Europa und Asien aus. So beschreibt zum Beispiel der griechische Historiker Thukydides um 430 vor Christus eine Seuche während des Peloponnesischen Kriegs im belagerten Athen (sog. Pest des Thukydides), bei der es sich nach heutigen Erkenntnissen jedoch um eine Fleckfieber-Epidemie oder Pocken-Epidemie handelte. Die im 6. bis 8. Jahrhundert nach Christus verbreitete sogenannte Justinianische Pest war wahrscheinlich wirklich eine Pest. Sie breitete sich im Byzantinischen Reich außer in Konstantinopel in vielen Städten der Region aus und trat dort in den folgenden 200 Jahren örtlich begrenzt (endemisch) immer wieder auf. In Europa wütete die Pest im Mittelalter verheerend: Zwischen 1347 und 1349 breitete sich eine Pestepidemie in Europa und im Nahen Osten über mehrere Länder aus (Pandemie) und forderte etwa 25 Millionen Todesopfer. Dies entsprach etwa einem Drittel der damaligen Bevölkerung. Seit dem 14. Jahrhundert kam es immer wieder zu mehr oder minder schweren Epidemien. Erst seit dem 17. Jahrhundert bezeichnete man die Pest auch als schwarzer Tod. 1896 nahm die bisher letzte Pestpandemie ihren Ausgang in Asien. Sie dauerte etwa 50 Jahre an. Erstmals traten dabei – über die Verbreitung infizierter Ratten mit der Handelsschifffahrt – Krankheitsfälle in allen großen Häfen der Welt auf. Diese letzte große Pandemie hatte ungefähr 12 Millionen Tote zur Folge. Die Geschichte der Pest ist noch nicht beendet: Auch heute kommt es – vor allem in Teilen Asiens (z.B. Russland, Kasachstan, China, Indien, Vietnam), Afrikas (z.B. Kongo, Madagaskar, Tansania) und Amerikas (z.B. Südwesten der USA) – immer noch zu örtlich begrenzten Pesterkrankungen. So sind in den ländlichen Gebieten der USA jährlich durchschnittlich 5 bis 15 Menschen von der Pest betroffen. In Nationalparks gilt die nachdrückliche Warnung davor, Nagetiere (wie Eichhörnchen, Streifenhörnchen) zu streicheln, um Pestinfektionen zu vermeiden. Weiterlesen: Pest: Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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