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Periorale Dermatitis (Mundrose)

Stand: 16. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die periorale Dermatitis (Mundrose) ist zwar harmlos – kann psychisch jedoch sehr belastend sein. Die roten Knötchen und Pusteln im Gesicht entstehen insbesondere bei Personen, die viele Pflegeprodukte benutzen und ihre Haut geradezu "überpflegt" haben. Die gute Nachricht: Eine periorale Dermatitis bildet sich in der Regel ohne Narben wieder zurück, wenn man für eine Weile auf Pflegeartikel verzichtet. In schweren Fällen können Antibiotika die Heilung unterstützen.

Eine Frau cremt sich im Gesicht ein.
Zu viel Pflege kann eine Mundrose zur Folge haben.

Wenn die ohnehin empfindliche Haut spannt und trocken wirkt, müssen Pflegeprodukte her – zum Beispiel eine Feuchtigkeitscreme. Wenn gar nichts mehr hilft, greifen manche Menschen auch zu Kortisonpräparaten und wenden diese im Gesicht an. Wer seiner Haut jedoch zu viel des Guten tut, könnte eine periorale Dermatitis bekommen. Symptome der Mundrose sind kleine rötliche Knoten (Papeln) mit Eiterbläschen (Pusteln), welche besonders um den Mund und die Augen auftreten. Diese verschwinden nicht durch zusätzliche Pflege – im Gegenteil: Damit sich die strapazierte Haut erholen kann, ist es wichtig, jetzt so wenig Pflegeprodukte wie möglich zu verwenden.

Die periorale Dermatitis ist eine Entzündung der Gesichtshaut, die relativ häufig vorkommt. Die Erkrankung wird auch als Mundrose bezeichnet. Der Grund: Die periorale Dermatitis tritt zum einen verstärkt im Mundbereich auf und ähnelt zum anderen in ihrem Erscheinungsbild der Hauterkrankung Gürtelrose.

Die periorale Dermatitis ist nicht ansteckend oder gefährlich, stellt jedoch in der Regel ein störendes kosmetisches Problem dar. Hauptsächlich sind Frauen jungen und mittleren Alters betroffen, die viele Kosmetika und Pflegeprodukte benutzen. Die Diagnose lässt sich anhand der typischen Vorgeschichte in Verbindung mit dem klinischen Bild stellen.

Als Ursache der perioralen Dermatitis vermutet man eine Abhängigkeit der Haut von Cremes. Verwendet man viele Kosmetika, stört dies vermutlich die natürliche Hautbarriere. Die Folge: Die Haut trocknet chronisch aus, sodass der Betroffene geneigt ist, sie noch mehr einzucremen. Dieser Kreislauf kann eine periorale Dermatitis verursachen. Des Weiteren können verschiedene äußere Einflüsse wie zum Beispiel die Antibabypille oder Sonnenlicht die periorale Dermatitis auslösen oder verstärken. Kortisonhaltige Cremes können die Mundrose zwar vorübergehend bessern, nach dem Absetzen kehren die Entzündungen jedoch verstärkt zurück.

Eine Mundrose entsteht vor allem bei Personen, die viele Pflegeprodukte im Gesicht verwenden.

Zur Behandlung der Mundrose sollten Betroffene die infrage kommenden Auslöser meiden. Es ist empfehlenswert, die Haut von Cremes und Kosmetika zu entwöhnen. Anfangs führt die Therapie häufig dazu, dass sich die Symptome verstärken, nach wenigen Wochen bildet sich die periorale Dermatitis jedoch vollständig zurück. In einigen Fällen behandelt der Arzt die periorale Dermatitis zusätzlich mit Antibiotika. Die Prognose der Mundrose ist gut. Wer mit Kosmetika und Hautpflegemitteln sparsam umgeht, kann die Wahrscheinlichkeit für eine periorale Dermatitis senken – sodass die lästigen Hauterscheinungen gar nicht erst auftreten!

Weiterlesen: Periorale Dermatitis (Mundrose): Definition

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