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Periorale Dermatitis: Überpflegte Haut

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (10. Dezember 2015)

© Jupiterimages/AbleStock.com

Die periorale Dermatitis (Mundrose) ist zwar harmlos – sie kann psychisch jedoch sehr belastend sein. Die roten Knötchen und Pusteln im Gesicht entstehen insbesondere bei Personen, die viele Pflegeprodukte benutzen und ihre Haut geradezu "überpflegt" haben.

Die periorale Dermatitis ist eine Entzündung der Gesichtshaut, die relativ häufig vorkommt. Die Erkrankung wird auch als Mundrose bezeichnet. Der Grund: Die periorale Dermatitis tritt zum einen verstärkt im Mundbereich auf und ähnelt zum anderen in ihrem Erscheinungsbild der Hauterkrankung Gürtelrose.

Wenn die ohnehin empfindliche Haut spannt und trocken wirkt, müssen Pflegeprodukte her – zum Beispiel eine Feuchtigkeitscreme. Wenn gar nichts mehr hilft, greifen manche Menschen auch zu Kortisonpräparaten und wenden diese im Gesicht an. Wer seiner Haut jedoch zu viel des Guten tut, könnte eine periorale Dermatitis bekommen.

Eine Frau cremt sich im Gesicht ein. © Jupiterimages/Pixland

Zu viel Pflege kann eine Mundrose zur Folge haben.

Symptome der Mundrose sind kleine rötliche Knoten (Papeln) mit Eiterbläschen (Pusteln), welche besonders um den Mund und die Augen auftreten. Die Hautveränderungen verschwinden durch zusätzliche Pflege nicht – im Gegenteil: Damit sich die strapazierte Haut erholen kann, ist es wichtig, jetzt so wenig Pflegeprodukte wie möglich zu verwenden.

Die periorale Dermatitis ist nicht ansteckend oder gefährlich, stellt jedoch in der Regel ein störendes kosmetisches Problem dar. Hauptsächlich sind Frauen jungen und mittleren Alters betroffen, die viele Kosmetika und Pflegeprodukte benutzen. Die Diagnose kann der Arzt anhand der typischen Vorgeschichte in Verbindung mit dem klinischen Bild stellen.

Verwendet man viele Kosmetika, kann dies die natürliche Hautbarriere stören. Die Folge: Die Haut trocknet chronisch aus, sodass der Betroffene geneigt ist, sie noch mehr einzucremen. Dieser Kreislauf kann eine periorale Dermatitis verursachen.

Aber auch äußere Einflüsse wie zum Beispiel die Antibabypille oder Sonnenlicht können die periorale Dermatitis auslösen oder verstärken. Kortisonhaltige Cremes können die Mundrose zwar vorübergehend bessern, nach dem Absetzen kehren die Entzündungen jedoch verstärkt zurück.

Eine periorale Dermatitis entsteht vor allem bei Personen, die viele Pflegeprodukte im Gesicht verwenden.

Die gute Nachricht: Eine periorale Dermatitis bildet sich in der Regel ohne Narben wieder zurück, wenn man für eine Weile auf Pflegeartikel verzichtet. In schweren Fällen können Antibiotika die Heilung unterstützen.

Zur Behandlung der Mundrose sollten Betroffene die infrage kommenden Auslöser meiden. Die Haut muss insbesondere von Cremes und Kosmetika entwöhnt werden. Anfangs führt dies häufig dazu, dass sich die Symptome verstärken, nach wenigen Wochen bildet sich die periorale Dermatitis jedoch vollständig zurück.

Wer mit Kosmetika und Hautpflegemitteln sparsam umgeht, kann die Wahrscheinlichkeit für eine periorale Dermatitis senken – sodass die lästigen Hauterscheinungen gar nicht erst auftreten!



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