Peniskrebs (Peniskarzinom): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Mai 2016)

Je früher bei Peniskrebs (Peniskarzinom) eine Therapie erfolgt, umso besser sind die Heilungschancen. Die Behandlung von Peniskrebs richtet sich nach dem Erkrankungsstadium. Um dies möglichst genau zu ermitteln (sog. Staging), müssen die behandelnden Ärzte zunächst folgende Fragen klären:

  • Wie groß ist der Tumor?
  • Sind Lymphknoten befallen?
  • Hat der Tumor in entfernte Gewebe gestreut, also Metastasen gebildet?

Ist der Tumor beispielsweise noch sehr klein, und liegen weder in den Lymphknoten noch an anderer Stelle im Körper Metastasen vor, geht man von Krebs in einem Frühstadium aus. Sind hingegen bereits Tochtergeschwulste nachweisbar (z.B. in der Lunge) und / oder ist das Peniskarzinom schon weit in benachbarte Gewebe eingewachsen, handelt es sich um ein fortgeschrittenes Stadium.

Bei Peniskrebs ist in allen Stadien die Operation die Therapie der Wahl. Gelingt es, den Krebs vollständig herauszuschneiden, sind die Heilungschancen gut.

Ein Arzt bespricht etwas mit einem Patienten. © Jupiterimages/Monkey Business

Je früher Peniskrebs behandelt wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung.

Manchmal reicht es zur Therapie schon, nur die Vorhaut zu entfernen, zum Beispiel durch eine Vorhautbeschneidung. Je nach Tumorausdehnung kann es jedoch auch nötig sein, den Penis komplett zu entfernen (Penisamputation). Gibt es Metastasen in den Leistenlymphknoten, entfernt der Chirurg diese ebenfalls.

Je nach Stadium sind zur Peniskrebs-Therapie auch Bestrahlung und Chemotherapie geeignet. Im weit fortgeschrittenen Stadium lässt sich die Krebserkrankung oft nicht mehr heilen. Im Rahmen einer sogenannten palliativen Therapie versuchen die behandelnden Ärzte, den Tumor zu verkleinern, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.


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