Peniskrebs (Peniskarzinom): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Mai 2016)

Peniskrebs (Peniskarzinom) ist eine relativ seltene bösartige (maligne) Tumorerkrankung: In Deutschland erkranken etwa 800 Männer jährlich.

In Volksgruppen, in denen bereits neugeborenen Jungen beschnitten (Zirkumzision) werden, kommt Peniskrebs seltener vor. An Peniskrebs erkranken vorwiegend ältere Männer über dem 60. Lebensjahr. Bei den Penistumoren handelt es sich in 95 Prozent der Fälle um Krebs der Penishaut und -schleimhaut (sog. Plattenepithelkarzinome).

Der Penis enthält Schwellkörper, die bei einer Erektion anschwellen können. An der Unterseite der Schwellkörper verläuft die Harnröhre. An der Penisspitze befindet sich die Eichel, die von der Vorhaut überdeckt wird. Unter der Vorhaut sammeln sich abgestorbene Schleimhautzellen, das sogenannte Smegma (Vorhauttalg), welches als Risikofaktor für Peniskrebs gilt. Smegma lässt sich nur durch Zurückschieben der Vorhaut entfernen.

Penistumoren bilden sich am häufigsten an der Eichel und an der Vorhaut. Ausgedehnte Tumoren können auf die Schwellkörper übergreifen und sich bis zur Bauchdecke ausdehnen. Peniskrebs verbreitet sich bevorzugt über die Lymphgefäße und bildet in den Leisten- oder Becken-Lymphknoten Tochtergeschwulste. Manchmal breitet sich der Tumor auch über den Blutweg aus und streut in Organe wie die Lunge oder in das Skelett.


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