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PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom)ForumGynäkologie
Forenexperte: Dirk Glöckner
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PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom)PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom): TherapieStand: 17. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Beim PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom) zielt die Therapie einerseits darauf ab, die bestehenden Symptome zu lindern. Andererseits soll die Therapie den Stoffwechsel der betroffenen Frauen normalisieren und so mögliche Spätfolgen verhindern (wie Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen). Dabei richten sich die eingesetzten Maßnahmen nach Ihren Wünschen: Entscheidend für die PCOS-Behandlung ist die Frage, ob Sie einen Kinderwunsch haben oder nicht. Wenn ein polyzystisches Ovarialsyndrom vorliegt, ist es in jedem Fall wichtig, zur Therapie zunächst ein bestehendes Übergewicht zu senken. Hat man bei Ihnen ein PCO-Syndrom (PCOS) festgestellt und möchten Sie abnehmen, ist es empfehlenswert, hierzu Ihre Ernährung umzustellen und sich ausreichend zu bewegen. Häufig lässt sich beim PCO-Syndrom schon alleine dadurch erreichen, dass sich der Zyklus reguliert und Eisprünge einsetzen. Ohne KinderwunschDie für das PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom) typischen Hormonstörungen sind durch eine hormonelle Therapie behandelbar. Da hierzu in der Regel eine Antibabypille zum Einsatz kommt, die gleichzeitig eine verhütende Wirkung hat, ist diese Behandlung nur für Frauen ohne Kinderwunsch geeignet. Mithilfe der Hormonpräparate, deren Zusammensetzung gegen männliche Hormone wirkt, lässt sich der mit dem PCO-Syndrom verbundene hormonelle Teufelskreis durchbrechen. Gleichzeitig wirkt diese Therapie gegen unerwünschte PCOS-Folgeerscheinungen wie eine veränderte Behaarung und Hautprobleme. Mit KinderwunschFür Frauen mit PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom), die schwanger werden möchten, sind verhütend wirkende Hormone zur Therapie nicht geeignet. Daher bekommen Frauen mit Kinderwunsch Kortisonpräparate in niedriger Dosierung, um die Bildung männlicher Hormone in den Nebennieren zu unterdrücken. Ist bei Ihnen zu viel milchbildendes Hormon (Prolaktin) vorhanden, lässt sich seine Konzentration durch Medikamente senken. Wenn Sie neben dem PCO-Syndrom eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) haben, ist deren Behandlung ebenfalls ratsam – denn hinter einem unerfüllten Kinderwunsch kann auch eine Schilddrüsenunterfunktion stecken. Wenn trotz dieser allgemeinen Maßnahmen gegen Ihr PCO-Syndrom kein normaler Zyklus einsetzt, besteht die Möglichkeit, den Eisprung (Ovulation) durch Antiöstrogene (z.B. Clomifen) auszulösen. Wenn Ihr Blutzuckerspiegel erhöht ist (was beim PCO-Syndrom oft der Fall ist), lässt er sich durch eine Therapie mit dem Wirkstoff Metformin senken. Dieses Therapeutikum regt ebenso wie Clomifen den Eisprung und die Follikelbildung an. Bei erfolgloser Clomifen-Therapie kann Ihr Arzt Ihnen auch das follikelstimulierende Hormon (FSH) in niedriger Dosierung spritzen. Allerdings ist eine solche Behandlung mit einem erhöhten Risiko für eine plötzliche, übermäßige Bildung von Eibläschen und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für höhergradige Mehrlingsschwangerschaften verbunden. Diese Therapie erfordert eine engmaschige, teilweise sogar tägliche Kontrolle. Lassen Sie sich so unbedingt nur von erfahrenen Frauenärzten, zum Beispiel mit der Zusatzbezeichnung Reproduktionsmediziner/in, behandeln. In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein, ein PCO-Syndrom operativ zu behandeln. Bei dieser PCOS-Therapie punktiert der Operateur die überzähligen Zysten im Rahmen einer Bauchspiegelung (laparoskopisch) und zerstört sie mit Hitze oder einem Laser. Weiterlesen: PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom): Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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