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PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom)

PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom): Diagnose

Stand: 17. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom) liefern vor allem die Angaben der Betroffenen zu Zyklusstörungen, Pubertätsentwicklung und ungewollter Kinderlosigkeit wertvolle Hinweise für die Diagnose. Bei der körperlichen Untersuchung lässt sich feststellen, ob Anzeichen für ein PCO-Syndrom wie männlicher Behaarungstyp (Hirsutismus), Akne, Haarausfall und Übergewicht vorliegen. Anschließend erfolgt eine gründliche gynäkologische Tastuntersuchung, um unter anderem die Größe der Eierstöcke zu bestimmen.

Bei Verdacht auf ein PCO-Syndrom trägt unter Umständen eine Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke zur Diagnose bei. Diese Untersuchung kann das klassische Bild der polyzystischen Ovarien (PCO) zeigen: Im Randbereich der Eierstöcke liegen perlschnurartig aufgereiht viele kleine Eibläschen, die auch bei weiteren Ultraschalluntersuchungen im voranschreitenden Zyklus nicht wachsen.

Liegt ein polyzystisches Ovarialsyndrom vor, lassen sich bei einer Blutuntersuchung zu Beginn des Zyklus die typischen Veränderungen im Hormonmuster erkennen: So sind die Werte des Hirnanhangdrüsenhormons LH beim PCO-Syndrom stark erhöht, die des follikelstimulierenden Hormons (FSH) im Gegensatz dazu niedrig bis normal. Teilt man den LH-Wert durch den FSH-Wert, ist das Ergebnis größer als zwei. Einzelne oder alle männlichen Hormone sind erhöht. Außerdem ist beim PCO-Syndrom in manchen Fällen das milchbildende Hormon Prolaktin sowie in vielen Fällen das blutzuckerregulierende Insulin erhöht.

Erfolgt (z.B. im Rahmen der Kinderwunschdiagnostik) eine Bauchspiegelung, zeigen sich bei einem PCO-Syndrom typische Veränderungen: Durch die vielen vorzeitig zugrunde gehenden Eibläschen bilden sich Narben, die auf Dauer den Rindenbereich des Eierstocks bindegewebig verdicken und verhärten. Die Oberfläche des Eierstocks erscheint dann glänzend weißlich und hat seine normale furchige Struktur verloren. Der Eierstock vergrößert sich. Wenn ein polyzystisches Ovarialsyndrom vorliegt, sind auch mithilfe einer feingeweblichen Untersuchung zahlreiche Veränderungen nachweisbar: Die unausgereiften Eibläschen haben sich auf das Doppelte vermehrt, außerdem nimmt das Stützgewebe zu Ungunsten des hormonbildenden Funktionsgewebes zu.

Weiterlesen: PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom): Therapie

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