PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Februar 2015)

Der Verdacht auf PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom) ergibt sich vor allem aus der Krankengeschichte (sog. Anamnese) und den bestehenden Symptomen.

Mithilfe der körperlichen Untersuchung kann der Arzt feststellen, ob typische Symptome vorliegen, so etwa eine verstärkte Körperbehaarung, Akne, Haarausfall oder Übergewicht. Durch eine gründliche gynäkologische Tastuntersuchung kann er unter anderem die Größe der Eierstöcke bestimmen. Häufig sind die Eierstöcke dabei vergrößert.

Die Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke zeigt das klassische Bild der polyzystischen Ovarien (PCO): Im Randbereich der Eierstöcke liegen perlschnurartig aufgereiht viele kleine Zysten.

Zur Diagnose ist auch eine Blutuntersuchung zu Beginn des Zyklus hilfreich, da hier die typischen Veränderungen im Hormonmuster zu erkennen sind: So ist es für ein polyzystisches Ovarialsyndrom beispielsweise typisch, dass die Werte des Hirnanhangdrüsenhormons LH stark erhöht, die des follikelstimulierenden Hormons (FSH) im Gegensatz dazu niedrig bis normal sind. Teilt man den LH-Wert durch den FSH-Wert, ist das Ergebnis größer als zwei. Einzelne oder alle männlichen Hormone sind erhöht. Außerdem ist beim PCOS in manchen Fällen das milchbildende Hormon Prolaktin sowie in vielen Fällen das blutzuckerregulierende Insulin erhöht.

Andere Krankheiten können ähnliche Symptome hervorrufen wie das PCO-Syndrom – daher muss der Arzt etwa Erkrankungen der Hirnanhangdrüse, der Nebennieren und der Eierstöcke ausschließen.


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