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PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom)

Männliche Hormone

Stand: 17. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom) ist mit einer erhöhten Konzentration der männlichen Hormone (Androgene) bei den betroffenen Frauen verbunden. Dass Frauen auch männliche Hormone besitzen, ist normal; ebenso haben Männer weibliche Hormone. Die männlichen Hormone bewirken bei der Frau, dass sich die nachgeordneten Geschlechtsmerkmale, wie zum Beispiel die Scham- und Achselbehaarung, ausbilden. Auch die normale Fortpflanzungsfunktion der Frau ist ohne männliche Hormone nicht möglich.

Liegen männliche Hormone jedoch in einer übermäßig erhöhten Konzentration vor, kann ein PCO-Syndrom dahinterstecken. Hierbei sind Anatomie und Funktion der Eierstöcke verändert, weil die männlichen Hormone den normalen Zyklus der Eierstöcke und damit den Menstruationszyklus aufheben:

  • Die Eibläschen wachsen beim PCO-Syndrom zunächst weiter und gehen dann unter dem Einfluss der männlichen Hormone zugrunde, ohne dass eine befruchtungsfähige Eizelle ausreift.
  • Da das regelhafte Ausreifen des monatlichen Eibläschens ausbleibt, findet beim PCOS kein Eisprung (Ovulation) statt – die Betroffenen können nicht schwanger werden.
  • Wenn der Eisprung ausbleibt, entsteht auch kein Gelbkörper, der normalerweise den Menstruationszyklus in der zweiten Hälfte bestimmt. Dadurch kommt es zu den für das PCO-Syndrom typischen Zyklusstörungen: Die Abstände zwischen den Regelblutungen verlängern sich (Oligomenorrhö), manchmal bleibt die Blutung ganz aus (Amenorrhö).
  • Wenn die Eibläschen zugrunde gehen, entstehen viele kleine Narben im Eierstockgewebe. Auf Dauer führt dies zum bindegewebigen Umbau des Eierstocks, was den Eierstock in seiner Funktion als Hormonproduzent schädigt.

Weiterlesen: PCO-Syndrom (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom): Ursachen

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