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Parodontose, ParodontitisForumZahnmedizin
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Parodontose, ParodontitisParodontose, Parodontitis: DefinitionStand: 29. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Der Begriff Parodontose wird häufig fälschlicherweise gleichbedeutend mit Parodontitis verwendet, also für die Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodont). Genaugenommen ist Parodontose jedoch der mittlerweile veraltete Ausdruck für nicht-entzündliche Erkrankungen des Zahnbetts. Der Zahnhalteapparat umfasst alle Strukturen, die zur Verankerung des Zahns im Kieferknochen notwendig sind. Er setzt sich aus Zahnfleisch, Knochen, Wurzelhaut und Wurzelzement zusammen. Alle Erkrankungen des Zahnhalteapparats werden unter dem Sammelbegriff Parodontopathie zusammengefasst. Parodontopathien können in allen Altersstufen und in verschiedenen Formen auftreten und rasche und tiefreichende Zahnbettzerstörungen mit Knochenabbau und sogar Zahnverlust hervorrufen. HäufigkeitZahnfleischentzündungen (Gingivitis) gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten des Menschen. In einigen Fällen greift die Entzündung von dort auf den Zahnhalteapparat über. In der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen waren im Jahr 2010 circa 20 Prozent, bei den 65 bis 74-Jährigen circa 40 Prozent von einer schwereren, behandlungsbedürftigen Parodontalerkrankung im Bereich mindestens eines Zahns betroffen. Auch bereits im Kindes- und Jugendalter können sich entzündliche Zahnfleischerkrankungen zeigen. In Lebensphasen wie der Pubertät oder einer Schwangerschaft können die hormonellen Umstellungen Zahnfleischentzündungen begünstigen, die sich zur Parodontitis ausweiten können. Wenn sich die Hormone wieder regulieren, verschwindet diese meist ebenfalls, ohne Schäden zu hinterlassen. Voraussetzung für ein komplikationsloses Abheilen sind jedoch eine gute Mundhygiene und Zahnpflege. Schwere Verlaufsformen der Parodontitis im pubertären Alter betreffen nur einen sehr geringen Anteil der Bevölkerung. Bei der Mehrzahl aller Parodontitis-Fälle handelt es sich um die sogenannte Erwachsenen-Parodontitis. Da sie meist lange Zeit unauffällig verläuft, wird sie oft erst spät (im Alter von 40 bis 50 Jahren) erkannt – obwohl die ersten Veränderungen am Zahnfleisch und Zahnapparat schon Jahre früher vorhanden sind. Die Parodontose tritt hier am stärksten an den Unter- und Oberkieferfrontzähnen sowie den ersten Backenzähnen auf. Weiterlesen: Parodontose, Parodontitis: Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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