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Parodontitis ("Parodontose")

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. November 2015)

© Jupiterimages/Digital Vision

Eine Parodontitis (veraltet: Parodontose), ist eine Entzündung des Zahnbetts und Zahnhalteapparats. Diese wird meist durch eine bakterielle Infektion verursacht, die zuerst eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) hervorruft und sich dann auf den Kieferknochen ausbreiten kann. Unbehandelt kann eine Parodontitis auf lange Sicht zum Zahnverlust führen.

Viele Menschen kennen die Parodontitis auch unter der Bezeichnung "Parodontose". Genau genommen handelt es sich bei einer Parodontose jedoch um nicht-entzündliche Veränderungen des Zahnhalteapparats. Oftmals werden beide Begriffe aber umgangssprachlich gleichbedeutend verwendet.

Die Parodontitis ist eine der häufigsten Zahnerkrankungen. Ursache sind in der Regel Zahnbeläge (Plaque) – also Ansammlungen von Bakterien auf der Zahnoberfläche, die durch ungenügende Zahn- und Mundhygiene entstehen. Um eine Parodontitis zu behandeln, muss der Zahnarzt zuerst die Zahnbeläge entfernen sowie entstandene Zahnfleischtaschen reinigen. Sind die Taschen nach dieser Vorbehandlung tiefer als fünf Millimeter – das ist bei fortgeschrittener Parodontitis meist der Fall – muss der Zahnarzt die Zahnfleischtaschen möglicherweise operativ entfernen. In der Nachbehandlung verhindern Antibiotika und desinfizierende Mundspülungen eine erneute Infektion mit Krankheitserregern.

Bei vielen Betroffenen wird eine Parodontitis erst im vierten oder fünften Lebensjahrzehnt diagnostiziert, auch wenn die ersten Anzeichen oft schon früher auftreten. Durch ihren langsamen und schleichenden Verlauf bleibt die Parodontitis jedoch meist unauffällig und wird daher häufig erst sehr spät bemerkt.

Eine sorgfältige Mundhygiene und Zahnpflege kann nicht nur Zahnerkrankungen wie Karies vorbeugen, sondern auch anderen Erkrankungen im Mundraum – wie Zahnfleischentzündungen und Parodontitis. Raucher können ihr Parodontitis-Risiko zudem bereits deutlich senken, indem sie.das Rauchen aufgeben.

Daneben begünstigen jedoch nicht nur Rauchen und schlechte Zahnhygiene eine Parodontitis. Auch Stress und Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus können eine Zahnfleischentzündung fördern, die im weiteren Verlauf auch auf den Zahnhalteapparat übergreifen kann. Umgekehrt vermutet man außerdem, dass eine Parodontitis selbst ein Risikofaktor für Diabetes mellitus und andere Krankheiten darstellt, zum Beispiel für Herzerkrankungen.

Entzündliche und nicht-entzündliche Erkrankungen des Zahnhalteapparats fassen Zahnärzte unter dem Begriff Parodontopathie zusammen.



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