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Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit)

Parkinson: Ursachen

Stand: 1. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Worin Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) seine Ursachen hat, ist unbekannt. Daher bezeichnet man die Erkrankung auch als idiopathisches Parkinson-Syndrom (idiopathisch = ohne erkennbare Ursache).

Auslöser von Morbus Parkinson ist ein Mangel an Dopamin im Gehirn. Der Dopamin-Mangel hat seine Ursachen darin, dass dopaminhaltige Nervenzellen in der schwarzen Substanz (Substantia nigra) fortschreitend absterben. Warum die Nervenzellen bei Parkinson absterben, ist bis heute noch unklar.

Durch den bei Morbus Parkinson herrschenden Dopamin-Mangel sind die Nervenzellen im Streifenkörper (Striatum) des Gehirns, der bei der Bewegungskontrolle des Körpers eine wichtige Rolle spielt, nicht ausreichend erregt. Dies verursacht die für Parkinson typischen verlangsamten Bewegungen und eine Bewegungsarmut (Hypokinese) bis hin zur Bewegungslosigkeit (Akinese). Der Mangel an Dopamin ist außerdem der Grund für das bei Parkinson bestehende Ungleichgewicht zugunsten anderer Botenstoffe wie Acetylcholin und Glutamat. So haben das für die Parkinson-Krankheit typische Zittern (Tremor) ebenso wie die Muskelsteifheit (Rigor) ihre Ursachen in dem Übergewicht an Acetylcholin.

Neben dem Morbus Parkinson, der ohne feststellbare Ursachen auftritt, unterscheidet man drei weitere (seltenere) Parkinson-Syndrome, deren Entstehungsmechanismen bekannt sind:

  • Familiäre Parkinson-Syndrome: Diese sehr seltenen Formen haben erbliche Ursachen – ihnen liegen Veränderungen im Erbgut zugrunde, die vererbbar sind. Die Symptome zeigen sich bei Betroffenen meist bereits im jungen Erwachsenenalter (unter 40 Jahren).
  • Symptomatische (sekundäre) Parkinson-Syndrome: Ursachen sind Umwelteinflüsse oder andere Erkrankungen. Beispielsweise können Vergiftungen mit "Nervengiften" wie Kohlenmonoxid oder Mangan Parkinson-Symptome auslösen. Auch bestimmte Medikamente wie Neuroleptika oder blutdrucksenkende Mittel sind verantwortlich für solche Symptome. Begleitend treten Anzeichen für Parkinson auch in Verbindung mit bestimmten Krankheiten auf. Hierzu zählen beispielsweise Hirntumoren, Stoffwechselstörungen (Morbus Wilson) oder häufig wiederkehrende Traumata des Gehirns wie sie zum Beispiel beim Boxen entstehen (sog. Boxerparkinson).
  • Atypische Parkinson-Syndrome: Diese treten im Rahmen anderer neurodegenerativer Erkrankungen auf.

Weiterlesen: Parkinson: Symptome

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