Otosklerose: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (03. Juli 2015)

Die Otosklerose nimmt typischerweise einen fortschreitenden Verlauf: Die zunehmenden knöchernen Veränderungen beeinträchtigen die Schallleitung im Ohr immer mehr, sodass sich ohne Behandlung allmählich eine Schwerhörigkeit entwickelt. Im Extremfall kann die Hörstörung sogar bis zur Taubheit führen. Dabei gilt meist: Je früher die Erkrankung auftritt, desto rascher entwickelt sie sich.

Bei einer frühzeitig behandelten Otosklerose ist die Prognose aber überwiegend günstig: In über 90 Prozent der Fälle gelingt es, die Schwerhörigkeit durch eine Operation wesentlich zu bessern oder gar zu beseitigen. Wenn der Eingriff komplikationslos verläuft und die Ohrtrompete Tube oder ustachische Röhre) beider Ohren durchgängig ist (= normale Tubenfunktion), stellen anschließend auch Flugreisen kein Problem dar.

Wer sich wegen einer Otosklerose operieren lässt, ist in der Regel rund zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff wieder arbeitsfähig. Manchmal tritt nach der Operation für einige Tage Schwindel auf. Zudem kann es passieren, dass die eingesetzte Prothese verrutscht – dann ist ein erneuter Eingriff notwendig. In Einzelfällen kann sich das Hörvermögen durch die Operation auch verschlechtern.


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