Otosklerose: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (03. Juli 2015)

Bei einer Otosklerose ist die Diagnose – besonders in den frühen Stadien – eher schwierig. Der HNO-Arzt stellt anfangs meist keine Veränderungen am Trommelfell und Mittelohr fest. In seltenen Fällen ist durch das Trommelfell ein rötlicher Bereich (sog. Schwartze-Zeichen) zu erkennen. Untersucht der Arzt jedoch mithilfe der sogenannten Tympanometrie die Eigenschaften von Trommelfell und Mittelohr, ist das Ergebnis überwiegend unauffällig.

Wenn der Arzt hingegen die Funktion des Mittelohrs  mithilfe der sogenannten Stapediusreflexmessung prüft, sind bei einer Otosklerose krankhafte Veränderungen nachweisbar: Die Messung gibt Aufschluss über die Beweglichkeit des Gehörknöchelchens namens Steigbügel (lat. stapes). Eine Otosklerose führt dazu, dass der Steigbügel unbeweglich ist – dann liegt eine sogenannte Schallleitungsstörung vor.

Um zu ermitteln, wie weit der Hörverlust bereits fortgeschritten ist, kommen weitere Hörtests zum Einsatz. So ergibt beispielsweise die Stimmgabelprüfung bei einer Otosklerose meist eine Schallleitungsschwerhörigkeit – das bedeutet: Auf normalem Weg (Gehörgang-Trommelfell-Mittelohr-Innenohr) ist ein Ton schlechter zu hören, als wenn der Arzt diesen über Vibrationen der Schädelknochen (Knochenleitung) direkt auf das Innenohr überträgt. Auch eine reine Innenohrschwerhörigkeit kann bei einer Otosklerose vorkommen. Eine sogenannte Sprachaudiometrie mit verschiedenen Sprachtests zeigt, ob man gesprochene Wörter und Sätze bereits schlechter versteht als jemand mit normalem Hörvermögen.

Im Einzelfall können bei Verdacht auf eine Otosklerose weitere Untersuchungen nützlich sein:

  • Röntgen der Ohrregion (Felsenbeingegend), um eventuelle Entzündungen beurteilen zu können
  • Gleichgewichtsprüfung
  • Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) zum Nachweis anatomischer Veränderungen und Entzündungen
  • tympano-cochleäre-Szintigraphie (TCS), um mögliche aktive Entzündungsherde aufzuspüren

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