Osteoporose (Knochenschwund): Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. September 2015)

Sie können einer Osteoporose (Knochenschwund) wirksam vorbeugen, indem Sie vor allem auf eine gesunde Ernährung, einen ausgeglichenen Lebensstil und ausreichend Bewegung achten.

Ein bestehender Knochenschwund ist schwer zu behandeln. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie Osteoporose rechtzeitig vorbeugen!

Ernährung und Lebensstil

Wenn der Aufbau von Knochenmasse in den ersten vier Lebensjahrzehnten vermindert ist, steigt das Risiko für eine spätere Osteoporose. Vorbeugen können Sie dem, indem Sie frühzeitig auf die richtige Ernährung und einen gesunden Lebensstil achten: Um den natürlichen Knochenaufbau bis zum 40. Lebensjahr zu fördern und einen Knochenabbau so weit wie möglich zu vermindern, ist es wichtig, dass Sie Ihren Körper ausreichend mit Vitamin D und Calcium versorgen.

Zu empfehlen ist eine tägliche Calciummenge von etwa 1.000 bis höchstens 1.500 Milligramm. Diese können Sie zum einen durch calciumreiche Lebensmittel wie Milch und Käse, zum anderen nach Absprache mit dem Arzt durch Calciumpräparate in Form von Nahrungsergänzungsmitteln erreichen. Damit Ihr Körper ausreichend Vitamin D bilden kann, halten Sie sich am besten täglich mindestens 30 Minuten lang im Freien auf, um natürliches Tageslicht abzubekommen. Dafür ist keine luftige Bekleidung notwendig: Es genügt, wenn Gesicht und Hände unbekleidet sind.

Alkohol und Rauchen begünstigen eine Osteoporose. Wer ihr vorbeugen möchte, sollte also möglichst auch auf Alkohol- und Tabakkonsum verzichten beziehungsweise beides nur in Maßen genießen. Ebenso wichtig ist es, dass Sie bei der Ernährung täglich genügend Kalorien zu sich nehmen, wenn Sie zu wenig wiegen: Besonders für Frauen, die in jungen Jahren Untergewicht haben, ist später das Risiko für Knochenbrüche infolge von Knochenschwund erhöht.

Wie wirkungsvoll eine ausreichende Ernährung und ein gesunder Lebensstil einer Osteoporose vorbeugen können, zeigt sich daran, dass die Knochensteifigkeit schon bei Menschen unter 55 Jahren messbar vermindert ist, bei denen nur einer der drei Risikofaktoren Untergewicht, Nikotinkonsum oder erhöhter Alkoholkonsum vorliegt. Risikofaktoren auszuschalten lohnt sich aber immer: So ist die Knochendichte bei Rauchern deutlich niedriger als bei Nichtrauchern, während zwischen Ex-Rauchern und Nichtrauchern keine Unterschiede in der Knochendichte feststellbar sind.
Man sieht ein Glas und eine Flasche mit Milch. © Jupiterimages/iStockphoto

Milch enthält viel Calcium.


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