Osteoporose (Knochenschwund): Postmenopausale Osteoporose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. September 2015)

Die primäre Osteoporose (Knochenschwund) hat ihre Ursachen oft in altersbedingten hormonellen Umstellungen des weiblichen Körpers: Diese sogenannte postmenopausale Osteoporose betrifft viele Frauen nach der Menopause – einer Phase der Wechseljahre (Klimakterium).

Der Grund: Die weiblichen Sexualhormone spielen bei der Entstehung von Osteoporose eine wichtige Rolle.

Ewa ab dem 50. Lebensjahr stellt der weibliche Körper Östrogene (Geschlechtshormone der Frau) nicht mehr her. Dadurch ergibt sich ein natürlicher Östrogenmangel, der wiederum eine postmenopausale Osteoporose verursacht. Durch den Östrogenmangel ist der Knochenstoffwechsel gesteigert, sodass die Knochenmasse stetig abnimmt:

  • Die Knochen setzen Calcium frei, wodurch die Calciumwerte im Blut geringfügig ansteigen.
  • Dadurch vermindern sich gleichzeitig jene Hormone, die für das Calciumgleichgewicht verantwortlich sind.
  • Da nun mehr Calcium im Blut ist, verringert sich die Calciumaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt,
  • während die Nieren vermehrt Calcium ausscheiden.

Nicht nur die postmenopausale Osteoporose mit ihren hormonellen Ursachen zeigt, dass ein Zusammenhang zwischen Östrogenen und dem Knochenstoffwechsel besteht. Dieser Zusammenhang macht sich besonders auch während Schwangerschaft und Stillperiode bemerkbar: Während der Stillzeit führt eine Mutter ihrem Säugling täglich etwa 500 Milliliter Milch zu, was einer Menge von etwa 500 Milligramm Calcium entspricht. Bei etwa zehn Stillperioden entspräche dies der gesamten Calciummenge des mütterlichen Skeletts. Der hohe Calciumverlust durch das Stillen gleicht sich jedoch dadurch aus, dass der schwangere Körper vermehrt Östrogene bildet.

Trotz des Zusammenhangs zwischen Östrogenen und Knochenschwund entwickeln allerdings nicht alle Frauen während der Wechseljahre eine postmenopausale Osteoporose. Ursachen hierfür sind neben einer erblichen Veranlagung:

  • die ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D und
  • eine regelmäßige körperliche Bewegung

Altersosteoporose

Als Altersosteoporose (auch senile Osteoporose genannt) bezeichnen Ärzte einen im höheren Lebensalter – etwa ab dem 70. Lebensjahr – auftretenden primären Knochenschwund. Die Altersosteoporose führt bei beiden Geschlechtern verstärkt zu Knochenbrüchen.

Eine Ursache für die Altersosteoporose ist der sinkende Testosteronspiegel, der sich bei Männern schleichend mit dem Alter entwickelt. Das Geschlechtshormon Testosteron spielt im Knochenstoffwechsel eine wichtige Rolle. Als weitere Ursachen kommen vor allem eine schlechte Versorgung mit Calcium und Vitamin D sowie Bewegungsmangel infrage.


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