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Stand: 10. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die primäre Osteoporose (Knochenschwund) hat ihre Ursachen oft in altersbedingten hormonellen Umstellungen des weiblichen Körpers: Viele Frauen nach der Menopause – einer Phase der Wechseljahre (Klimakterium) – sind von Knochenschwund betroffen (sog. postmenopausale Osteoporose), weil die weiblichen Sexualhormone bei der Entstehung von Osteoporose eine wichtige Rolle spielen.
Ewa ab dem 50. Lebensjahr stellt der weibliche Körper Östrogene (Sexualhormone der Frau) nicht mehr her. Dadurch ergibt sich ein natürlicher Östrogenmangel, der die Ursache für die postmenopausale Osteoporose ist. Der Östrogenmangel führt über mehrere Mechanismen zu einem gesteigerten Knochenstoffwechsel, bei dem die Knochenmasse stetig abnimmt: Die Knochen setzen Kalzium frei, wodurch die Kalziumwerte im Blut geringfügig ansteigen. Dadurch vermindern sich gleichzeitig jene Hormone, die für das Kalziumgleichgewicht verantwortlich sind. Da nun mehr Kalzium im Blut ist, verringert sich die Kalziumaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt, während die Nieren vermehrt Kalzium ausscheiden.
Der Zusammenhang zwischen Östrogenen und dem Knochenstoffwechsel zeigt sich nicht nur bei der Entstehung der postmenopausalen Osteoporose – er ist besonders auch während Schwangerschaft und Stillperiode erkennbar. Während der Stillzeit führt eine Mutter ihrem Säugling täglich etwa 500 Milliliter Milch zu, was einer Menge von etwa 500 Milligramm Kalzium entspricht. Bei etwa zehn Stillperioden entspräche dies der Gesamtkalziummenge des mütterlichen Skeletts. Der hohe Kalziumverlust durch das Stillen gleicht sich jedoch dadurch aus, dass der schwangere Körper vermehrt Östrogene bildet.
Obwohl ein Zusammenhang zwischen Östrogenen und Osteoporose besteht, entwickeln nicht alle Frauen in den Wechseljahren eine postmenopausale Osteoporose. Neben der erblich bedingten Veranlagung macht man folgende Ursachen dafür verantwortlich:
Tritt die primäre Osteoporose (Knochenschwund) im höheren Lebensalter – etwa ab dem 70. Lebensjahr – auf, handelt es sich um die sogenannte Altersosteoporose (auch senile Osteoporose genannt). Da die Ursachen hierfür bei Mann und Frau vorliegen können, führt die Altersosteoporose bei beiden Geschlechtern verstärkt zu Knochenbrüchen.
Eine der Ursachen der Altersosteoporose ist der sinkende Testosteronspiegel, der sich bei Männern schleichend mit dem Alter entwickelt. Das Geschlechtshormon Testosteron spielt im Knochenstoffwechsel eine wichtige Rolle. Als weitere Auslöser dieser Form von Osteoporose gelten vor allem eine schlechte Versorgung mit Kalzium und Vitamin D sowie Bewegungsmangel.
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