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Osteoporose (Knochenschwund)

Osteoporose nach den Wechseljahren

(Stand: 5. Februar 2010)

Die weiblichen Sexualhormone spielen bei der Entstehung von Osteoporose (Knochenschwund) eine wichtige Rolle – deshalb sind auch meist Frauen nach den Wechseljahren von einer Osteoporose (sog. postklimakterische Osteoporose) betroffen.

Nach dem Eintritt in die Wechseljahre – also etwa ab dem 50. Lebensjahr – stellt der weibliche Körper Östrogene (Sexualhormone der Frau) nicht mehr her. Dadurch ergibt sich ein natürlicher Östrogenmangel, der die Ursache für die postklimakterische Osteoporose ist. Der Östrogenmangel führt über mehrere Mechanismen zu einem gesteigerten Knochenstoffwechsel, bei dem die Knochenmasse stetig abnimmt: Die Knochen setzen Kalzium frei, wodurch die Kalziumwerte im Blut geringfügig ansteigen. Dadurch vermindern sich gleichzeitig jene Hormone, die für das Kalziumgleichgewicht verantwortlich sind. Da nun mehr Kalzium im Blut ist, verringert sich die Kalziumaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt, während die Nieren vermehrt Kalzium ausscheiden.

Der Zusammenhang zwischen Östrogenen und dem Knochenstoffwechsel ist insbesondere auch während Schwangerschaft und Stillperiodeerkennbar. Während der Stillzeit führt eine Mutter ihrem Säugling täglich etwa 500 Milliliter Milch zu, was einer Menge von etwa 500 Milligramm Kalzium entspricht. Bei etwa zehn Stillperioden entspräche dies der Gesamtkalziummenge des mütterlichen Skeletts. Der hohe Kalziumverlust durch das Stillen gleicht sich jedoch dadurch aus, dass der schwangere Körper vermehrt Östrogene bildet.

Obwohl ein Zusammenhang zwischen Östrogenen und Osteoporose besteht, sind nicht alle Frauen in den Wechseljahren betroffen. Neben der genetischen Veranlagung macht man folgende Gründe dafür verantwortlich:

  • ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D
  • regelmäßige körperliche Bewegung

Weiterlesen: Osteoporose: Ursachen – Altersosteoporose

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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