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Osteoporose
Osteoporose (Knochenschwund)Sport und BewegungStand: 10. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei Osteoporose (Knochenschwund) sind zur Therapie auch Sport und Bewegung empfehlenswert, da Sie den Verlauf der Knochenstoffwechselstörung hierdurch positiv beeinflussen können: Körperliches Training spielt eine bedeutende Rolle für den Aufbau und den Erhalt der Knochenmasse und der Knochenqualität. Der Grund: Während Sie sich bewegen, üben Muskelzug und Schwerkraft mechanische Reize auf den Knochen aus – am Knochen erfolgt quasi ein Ziehen und Zerren. Der Knochen reagiert auf die Reize: Der Knochenstoffwechsel wird angeregt und es bilden sich neue Knochenzellen. Aus diesem Grund haben sportlich aktive Menschen seltener Osteoporose. Aber nicht nur zur Vorbeugung sind Sport und Bewegung wichtig, sondern auch in der Osteoporose-Behandlung können gezielte Bewegungsprogramme zum Erhalt und Aufbau der Knochenmasse beitragen. Als besonders geeignet gelten dabei Krafttraining und sogenannte kombinierte Bewegungsprogramme. Letztere fördern neben Kraft, Ausdauer und Gleichgewicht auch Ihre Koordination. Krafttraining erweist sich hierbei als besonders wirkungsvoll: Durch das Muskeltraining entstehen größere Druck- und Zugbelastungen auf den Knochen als zum Beispiel bei einem reinen Ausdauertraining – dies regt den Knochenstoffwechsel stärker an. Auf eine Osteoporose wirken sich aber auch Sportarten wie Walking, Nordic Walking, Tai-Chi oder Gymnastik sowie Alltagsbewegungen wie Treppensteigen positiv aus. Sie tragen dazu bei, dass Sie sich trotz Knochenschwund sicherer bewegen, somit weniger Angst vor Stürzen haben und in der Folge aktiver sind – was wiederum gut für den Knochenstoffwechsel ist. Für das allgemeine Wohlbefinden und das Herz-Kreislauf-System ist auch Sport in Form von Schwimmen oder Radfahren günstig. Allerdings fördert diese Art Bewegung weniger den Aufbau und Erhalt der Knochenmasse und ist deshalb speziell zur Osteoporose-Therapie weniger wirksam. So ist zum Beispiel beim Schwimmen die Schwerkraft im Prinzip außer Kraft gesetzt – dadurch entstehen weniger Zug- und Druckbelastungen auf den Knochen und der Knochenstoffwechsel wird weniger angeregt. Allgemein gilt: Falls Sie von Osteoporose betroffen sind, sprechen Sie zunächst mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit Ihrem Sportprogramm beginnen – er kann Sie an geschulte Sport- und Physiotherapeuten überweisen. Denn gerade bei Trainingsformen wie dem Krafttraining ist es besonders wichtig, die Übungen korrekt auszuführen und die Muskeln und Knochen nicht zu überlasten. Dies gilt besonders, wenn der Knochenschwund weiter fortgeschritten ist und bereits ein oder mehrere Knochenbrüche aufgetreten sind. Weiterlesen: Osteoporose: Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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