Osteoporose (Knochenschwund): Medikamente

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. September 2015)

Je nachdem, wie hoch das Knochenbruchrisiko durch Osteoporose (Knochenschwund) ist, sind zur Therapie auch Medikamente empfehlenswert. Für die medikamentöse Behandlung eignen sich Wirkstoffe aus der Gruppe der Bisphosphonate (z.B. Alendronat oder Risedronat): Die Mittel ähneln chemisch jenen körpereigenen Stoffen, die die innere Knochenstruktur bilden. Sie sorgen dafür, dass die Knochendichte zunimmt, was das Risiko für Knochenbrüche verringert.

Daneben sind bei Osteoporose weitere Medikamente zur Behandlung verfügbar. Will man zum Beispiel speziell das von Knochenschwund ausgehende Risiko für Wirbelkörperbrüche mindern, kann es sinnvoll sein, das Antiöstrogen Raloxifen über längere Zeit einzunehmen.

Wirkstoffe wie Calcitonin sowie eine Hormontherapie mit Östrogenen gelten als Ausweichmöglichkeiten, falls bei Ihnen andere Maßnahmen gegen Osteoporose nicht zur Therapie infrage kommen (z.B. weil Sie Medikamente nicht vertragen) oder erfolglos bleiben. Calcitonin, ein körpereigenes Hormon, bremst den Knochenabbau und lindert bei einem Großteil der Menschen mit Osteoporose die Schmerzen. Das Mittel kann allerdings zu starken Nebenwirkungen führen. Fluoride können ebenfalls gegen Knochenschwund zum Einsatz kommen; allerdings ist bisher nicht klar, wie wirksam Fluoride wirklich sind.

Hormonersatztherapie mit Östrogenen

In der Regel bekommen Frauen bei Osteoporose (Knochenschwund) zur Therapie nur dann Östrogene, wenn sie auch ausgeprägte Wechseljahrsbeschwerden haben. Der Grund: Die Risiken einer Hormonersatztherapie mit Östrogenen sind nach den Wechseljahren im Allgemeinen höher als deren Nutzen. Daher ist die Hormontherapie nur bei Frauen mit einem hohen Risiko für Knochenbrüche vertretbar, die keine andere gegen Osteoporose verfügbare Behandlung vertragen.


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