Osteoporose (Knochenschwund): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. September 2015)

Bei Osteoporose (Knochenschwund) zielt die Therapie in erster Linie darauf ab, den Knochenstoffwechsel zu beeinflussen, um Knochenbrüche zu verhindern. Sind infolge der osteoporotischen Veränderungen am Skelett bereits Knochenbrüche aufgetreten, ist es nötig, diese zu versorgen: Dies bedeutet auch, die mit dem Bruch verbundenen Schmerzen zu lindern. Darüber hinaus soll die Behandlung eventuelle dauerhafte Beschwerden verringern oder ganz ausschalten.

Unbehandelt schreitet der Knochenschwund weiter fort, sodass die Knochen zunehmend brüchiger sind. Daher ist es wichtig, möglichst frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen. Die gegen Osteoporose eingesetzte Therapie fügt sich aus verschiedenen Maßnahmen zusammen.

Ernährung

Bei Osteoporose spielt die richtige Ernährung in der Therapie eine große Rolle: Dabei gilt es vor allem, ...

  • Untergewicht (Body-Mass-Index unter 20) zu vermeiden, da dies die Osteoporose begünstigt, und
  • den Körper mit ausreichend Calcium und Vitamin D zu versorgen.

Bei Osteoporose kann eine calciumreiche Ernährung das Risiko für Knochenbrüche senken: Calcium ist unter anderem wichtig für den Aufbau und die Stabilität der Knochen. Nehmen Sie bei Knochenschwund am besten täglich etwa 1.000 bis maximal 1.500 Milligramm Calcium mit der Nahrung auf. Diesen Wert können Sie erreichen, indem Sie calciumreiche Nahrungsmittel wie Käse, Milch oder andere Milchprodukte zu sich nehmen. Auch Gemüse wie Brokkoli und Grünkohl sowie Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide bieten sich wegen ihres hohen Calciumgehalts bei Osteoporose an. Zusätzlich können Sie die Therapie in Absprache mit dem Arzt durch Calciumpräparate ergänzen.

Neben der Calciumzufuhr ist bei Osteoporose zur Therapie eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D wichtig: Vitamin D trägt dazu bei, Calcium in die Knochen einzulagern, und wirkt so dem Knochenschwund entgegen. Der Körper bildet das Vitamin zu 90 Prozent selbst, sobald er Sonnenlicht ausgesetzt ist. Lebensmittel enthalten dagegen eher wenig Vitamin D, weshalb Sie bei Osteoporose allein über die Ernährung nicht für eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr sorgen können.Daher empfehlen Ärzte häufig Vitamin-D-haltige Präparate.

Achtung: Calcium- oder Vitamin-D-haltige Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie grundsätzlich nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden. So dürfen Menschen mit Nierensteinen beispielswese keine Calciumpräparate einnehmen. Fragen Sie Ihren Arzt, ob Nahrungsergänzungsmittel für Sie infrage kommen!


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