Osteoporose (Knochenschwund): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. September 2015)

Eine Osteoporose (Knochenschwund) verursacht kaum Symptome, solange die Knochenmasse lediglich ein wenig vermindert ist. Im weiteren Verlauf machen sich osteoporotische Veränderungen am Skelett allerdings durch Knochenbrüche bemerkbar, die scheinbar ohne erkennbare Ursache auftreten (sog. Spontanfraktur).

Ist es durch den Knochenschwund schon zu einem oder mehreren Knochenbrüchen gekommen, liegt eine sogenannte manifeste Osteoporose vor.

Ein Knochenbruch bei Osteoporose kann Schmerzen auslösen, die eine weitere Bewegung mitunter unmöglich machen. Brechen durch den Knochenschwund lange Röhrenknochen,wie etwa beim Oberschenkelhalsbruch, können die Betroffenen auf dem Bein nicht mehr laufen.

Am häufigsten brechen bei Osteoporose jedoch die Wirbelkörper – die Symptome hierfür sind allerdings wenig kennzeichnend. Zwar verursacht ein solcher Wirbelbruch starke Schmerzen – die Betroffenen glauben aber wegen der schlagartig einsetzenden Rückenschmerzen häufig, einen Hexenschuss oder Ischias-Schmerz zu haben. Auch Ärzte deuten diese Beschwerden nicht immer sofort als Anzeichen einer Wirbelkörperfraktur.

Langfristig verursachen Wirbelkörperbrüche bei Osteoporose folgende Symptome:

  • einen Größenverlust von mehreren Zentimetern,
  • die Ausbildung eines Rundrückens,
  • eine verstärkte Krümmung der Lendenwirbelsäule nach vorn.

Diese osteoporotischen  Veränderungen können so weit fortschreiten, dass die untersten Rippen in direkten Kontakt mit dem Beckenkamm kommen – was weitere Schmerzen zur Folge haben kann. Um die mit der Osteoporose verbundenen Symptome zu lindern, bewegen sich viele Betroffene immer weniger. Nach und nach nehmen sie eine Schonhaltung ein, die oft zu schmerzhaften Muskelverspannungen führt. Häufig sind Menschen mit fortgeschrittenem Knochenschwund auf Hilfe angewiesen, was die Lebensqualität erheblich einschränken kann.


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