Osteoporose (Knochenschwund): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. September 2015)

Bei Osteoporose (Knochenschwund) besteht der erste Schritt zur Diagnose in einem ausführlichen Gespräch, in dem der Arzt Fragen zu Vorerkrankungen oder etwaigen Stürzen stellt (sog. Anamnese). So möchte er etwa wissen, ob ...

  • Schmerzen auftreten,
  • wie intensiv diese sind und
  • ob bestimmte Risikofaktoren für Osteoporose vorliegen (z.B. Einnahme bestimmter Medikamente, Fälle in der Familie).

Es folgt eine körperliche Untersuchung: Anhand verschiedener Tests kann der Arzt hierbei prüfen, wie beweglich man ist. Er ermittelt beispielsweise, wie viel Zeit man benötigt, um bestimmte Bewegungen auszuführen. Wenn sich dabei ein Verdacht auf Osteoporose ergibt, sind weitere Verfahren nötig, um die Verdachtsdiagnose zu sichern.

Eine wichtige Rolle bei der Diagnose von Osteoporose spielt die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie). Von Bedeutung ist hier vor allem die sogenannte DXA-Osteodensitometrie (Dual-X-Ray-Absorptiometrie), mit der sich die Dichte der Knochenmineralien messen lässt: Bei Knochenschwund ist die Dichte vermindert. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur einige Minuten.

Eine sogenannte quantitative Ultraschallmessung kann bei Verdacht auf Knochenschwund ebenfalls zum Einsatz kommen, liefert jedoch nicht so genaue Ergebnisse wie die DXA. Auch eine Computertomographie kann dabei helfen, eine Osteoporose zu diagnostizieren.

Im Röntgenbild sehen von Osteoporose betroffene Knochen im Vergleich zu gesunden Knochen durchlässiger (transparenter) aus. Als Frühzeichen von Knochenschwund sind Veränderungen der Knochenstruktur im Röntgenbild jedoch nur selten zu erkennen. Da sich eine Entkalkung des Knochens im Röntgenbild erst zeigt, wenn die Knochenmasse bereits um mindestens 30 Prozent abgenommen hat, ist eine frühe Diagnose damit nicht möglich.

Im fortgeschrittenen Stadium hingegen ist die Osteoporose im Röntgenbild nicht zu übersehen: An der Wirbelsäule können bei fortgeschrittenem Knochenschwund beispielsweise Grund- und Deckplattenbrüche der Wirbelkörper sowie sogenannte Keil-, Fisch- oder Plattenwirbelbildungen ganzer Wirbelkörper sichtbar sein.

Das Bild zeigt eine Frau im Gespräch mit einer Ärztin. © Jupiterimages/iStockphoto

Am Anfang der Diagnose steht ein Gespräch zur Vorgeschichte der Erkrankung, die Anamnese.

Im Zweifelsfall kann der Arzt die Diagnose mithilfe einer Knochenbiopsie sichern. Dazu entnimmt er eine Knochenprobe. Die Knochenbiopsie kommt jedoch nur selten zum Einsatz, so zum Beispiel bei Verdacht auf einen Tumor. Die Blutwerte sind bei einer bestehenden Osteoporose in der Regel unauffällig. Eine Blutuntersuchung ermöglicht es jedoch, andere Erkrankungen auszuschließen und festzustellen, ob Erkrankungen vorliegen, die zu Knochenschwund führen können.


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