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Osteoporose (Knochenschwund)

Osteoporose: Diagnose

Stand: 10. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Osteoporose (Knochenschwund) steht am Anfang der Diagnose ein Gespräch zur Vorgeschichte der Erkrankung (Anamnese). Hierbei stellt der Arzt Fragen zu Vorerkrankungen oder etwaigen Stürzen: So möchte er etwa wissen, inwiefern Schmerzen auftreten, wie intensiv diese sind und ob bestimmte Risikofaktoren für eine Osteoporose vorliegen (z.B. Fälle in der Familie, Einnahme bestimmter Medikamente).

Man sieht einen Arzt, der mit einem älteren Mann spricht.
Am Anfang der Diagnose steht ein Gespräch zur Vorgeschichte der Erkrankung.

Es folgt eine körperliche Untersuchung: Anhand verschiedener Tests kann der Arzt prüfen, wie beweglich man ist. Er ermittelt beispielsweise, wie viel Zeit man benötigt, um bestimmte Bewegungen auszuführen. Wenn sich dabei ein Verdacht auf Osteoporose ergibt, kommen zur Diagnose weitere Verfahren zum Einsatz.

Eine wichtige Rolle bei der Osteoporose-Diagnose spielt die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie). Von Bedeutung ist hier vor allem die sogenannte DXA-Osteodensitometrie (Dual-X-Ray-Absorptiometrie), welche die Dichte der Knochenmineralien misst. Bei Knochenschwund ist die Dichte vermindert. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur einige Minuten. Eine sogenannte quantitative Ultraschallmessung kann ebenfalls zum Einsatz kommen, liefert jedoch nicht so genaue Ergebnisse wie die DXA. Auch eine Computertomographie kann dabei helfen, eine Osteoporose zu diagnostizieren.

Im Röntgenbild sehen von Osteoporose betroffene Knochen im Vergleich zu gesunden Knochen durchlässiger (transparenter) aus. Veränderungen der Knochenstruktur als Frühzeichen einer Osteoporose sind jedoch nur selten im Röntgenbild nachweisbar. Da sich eine Entkalkung des Knochens im Röntgenbild erst zeigt, wenn die Knochenmasse bereits um mindestens 30 Prozent abgenommen hat, ist eine frühe Diagnose damit nicht möglich. Im fortgeschrittenen Stadium ist der Knochenschwund im Röntgenbild dagegen nicht zu übersehen. An der Wirbelsäule können beispielsweise Grund- und Deckplattenbrüche der Wirbelkörper sowie sogenannte Keil-, Fisch- oder Plattenwirbelbildungen ganzer Wirbelkörper sichtbar sein.

Mithilfe einer Knochenbiopsie kann der Arzt im Zweifelsfall die Osteoporose-Diagnose sichern. Dabei entnimmt er eine Knochenprobe. Die Knochenbiopsie kommt jedoch nur selten zum Einsatz, so zum Beispiel bei Verdacht auf einen Tumor. Die Blutwerte sind bei einer bestehenden Osteoporose in der Regel unauffällig. Damit lassen sich jedoch andere Erkrankungen ausschließen und der Arzt kann feststellen, ob Erkrankungen vorliegen, die zu Knochenschwund führen können.

Weiterlesen: Osteoporose: Therapie

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