Startseite > Krankheiten > Osteoporose > Definition
Stand: 10. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Begriff Osteoporose (Knochenschwund) bezeichnet per Definition eine chronische Erkrankung, in deren Verlauf die Knochenmasse allmählich abnimmt. Diese Abnahme geht über das natürliche Maß für Alter und Geschlecht hinaus. Das Skelett ist zunehmend instabil und porös und das Risiko für Knochenbrüche erhöht sich. Osteoporose kann das gesamte Skelett oder nur einzelne Knochen betreffen.
Das menschliche Skelett unterliegt ein Leben lang einem ständigen Prozess des Knochenabbaus und -aufbaus. Etwa bis zum 40. Lebensjahr baut sich mehr Knochenmasse auf als ab. In dieser Zeit nimmt die Knochenmasse des Menschen also ständig zu, bis eine individuelle maximale Knochenmasse erreicht ist – zum einen durch das Wachstum in der Jugend, zum anderen durch eine Steigerung der Knochendichte. Etwa ab dem 40. Lebensjahr überwiegt jedoch der Knochenabbau: Der Körper baut dann jährlich etwa ein halbes bis ein Prozent der Knochenmasse wieder ab. Bei Osteoporose ist der Knochenstoffwechsel gestört, sodass sich dieser natürliche Knochenabbau verstärkt und ein Missverhältnis zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau entsteht: Menschen mit Osteoporose verlieren viel mehr Knochenmasse als ein gesunder Mensch.
Bei Osteoporose unterscheidet man zwischen zwei Formen:
Osteoporose (Knochenschwund) ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Bei Frauen weist die Osteoporose eine deutlich größere Häufigkeit auf als bei Männern. In Deutschland sind etwa 30 Prozent aller Frauen nach den Wechseljahren von Knochenschwund betroffen.
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