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Osteoporose (Knochenschwund): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. September 2015)

Osteoporose (Knochenschwund) ist eine chronische Erkrankung, in deren Verlauf die Knochenmasse allmählich abnimmt. Diese Abnahme geht über das natürliche Maß für Alter und Geschlecht hinaus. Das Skelett ist zunehmend instabil und porös und das Risiko für Knochenbrüche erhöht sich. Wenn es infolge der osteoporotischen Skelettveränderungen schon zu einem oder mehreren Knochenbrüchen gekommen ist, bezeichnen Mediziner dies als manifeste Osteoporose.

Osteoporose kann das gesamte Skelett oder nur einzelne Knochen betreffen.

Im gesunden menschlichen Skelett findet ein Leben lang ein ständiger Knochenabbau und -aufbau statt. Dabei baut sich bis ins mittlere Erwachsenenalter mehr Knochenmasse auf als ab: Etwa bis zum 40. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse des Menschen ständig zu (zum einen durch das Wachstum in der Jugend, zum anderen durch eine Steigerung der Knochendichte), bis eine individuelle maximale Knochenmasse erreicht ist.

Etwa ab dem 40. Lebensjahr überwiegt jedoch der Knochenabbau: Der Körper baut dann jährlich etwa ein halbes bis ein Prozent der Knochenmasse wieder ab. Bei Osteoporose ist der Knochenstoffwechsel gestört, sodass sich der natürliche Knochenschwund verstärkt und ein Missverhältnis zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau entsteht:

Menschen mit Osteoporose verlieren viel mehr Knochenmasse als ein gesunder Mensch.

Bei Osteoporose unterscheidet man zwei Formen:

  • Primäre Osteoporose: 95 Prozent aller Menschen mit Knochenschwund sind von der primären Form betroffen. Nach dem Zeitpunkt ihres Beginns unterteilt man diese Form in ...
    • die postmenopausale Osteoporose, die nach Beginn der Wechseljahre (Klimakterium) auftritt (sog. Typ-1-Osteoporose oder postklimakterische Osteoporose) und
    • die Altersosteoporose, die etwa ab dem 70. Lebensjahr entsteht (sog. Typ-2-Osteoporose).
  • Sekundäre Osteoporose: Diese Form von Knochenschwund tritt unabhängig vom Alter auf. Sie entwickelt sich hauptsächlich ...

Häufigkeit

Osteoporose tritt vor allem im höheren Lebensalter auf: Dann ist sie die häufigste Knochenerkrankung überhaupt. Frauen haben deutlich öfter Knochenschwund als Männer: In Deutschland sind etwa 30 Prozent aller Frauen nach Beginn der Wechseljahre betroffen.



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