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Osteomyelitis (Knochenmark­entzündung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. August 2015)

© Jupiterimages/BananaStock

Eine Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung) ist eine entzündliche Erkrankung des Knochens, die im Knochenmark beginnt und sich anschließend häufig auf weitere Knochenbestandteile und die Knochenhaut ausbreitet. Ist der gesamte Knochen betroffen, spricht man auch von einer Knochenentzündung (Osteitis).

In der Regel verursachen Bakterien eine Osteomyelitis – am häufigsten die Bakterienarten Staphylococcus aureus und Staphylococcus epidermidis. Je nachdem, wie die Erreger ins Knochenmark gelangen, unterscheiden Mediziner zwischen endogener und exogener Knochenmarkentzündung.

Die endogene Knochenmarkentzündung (auch hämatogene Osteomyelitis genannt) entsteht, wenn die Erreger von einem Infektionsherd innerhalb des Körpers (z.B. Mandelentzündung) über den Blutweg ins Knochenmark gelangen. Dies passiert vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen.

Die exogene Osteomyelitis kann infolge von Unfällen (posttraumatisch) oder von Operationen (postoperativ) auftreten. Dabei dringen die Erreger von außen in den Knochen ein und breiten sich aus. Ein besonderes Risiko hierfür haben Menschen mit einem geschwächtem Immunsystem oder mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Arteriosklerose.

Meist verursacht eine Osteomyelitis allgemeine Symptome wie Fieber und Krankheitsgefühl in Verbindung mit Schmerzen und Entzündungszeichen, die auf die betroffene Region begrenzt sind. Je nach Alter der Betroffenen und Infektionsform können die mit der Knochenmarkentzündung verbundenen Symptome aber unterschiedlich ausgeprägt sein.

Eine Osteomyelitis wird anhand folgender Untersuchungen diagnostiziert:

Bei einer Osteomyelitis verschreibt der Arzt in der Regel Antibiotika. In einigen Fällen ist es jedoch nötig, dass ein Chirurg abgestorbenes oder infiziertes Gewebe operativ entfernt. Manchmal füllt er anschließend die entstandene Lücke im Knochen mit Knochengewebe wieder auf. Dazu entnimmt er aus dem gesunden Skelett Knochenmaterial – meist aus dem Beckenkamm.

Wie die Osteomyelitis verläuft, hängt davon ab, wodurch die Entzündung des Knochenmarks verursacht wurde. Jede Knochenmarkentzündung kann akut und chronisch verlaufen. Eine akute Osteomyelitis heilt meist vollständig aus, wenn sie rechtzeitig behandelt wird. In etwa einem bis drei von zehn Fällen entwickelt sich aus einer akuten Knochenmarkentzündung eine chronische Osteomyelitis.

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