Startseite > Krankheiten > Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung)
Stand: 25. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung) ist eine entzündliche Erkrankung des Knochens. Sie beginnt im Knochenmark und breitet sich nachfolgend auf weitere Knochenbestandteile und die Knochenhaut aus. Häufigste Auslöser von Osteomyelitiden sind Bakterien, weshalb zur Behandlung Antibiotika zum Einsatz kommen.
Das am häufigsten für eine Knochenmarkentzündung verantwortliche Bakterium ist Staphylococcus aureus. Je nachdem, wie dieser Erreger ins Knochenmark gelangt, entwickelt sich eine endogene oder eine exogene Infektion des Knochenmarks. Die endogene Osteomyelitis (auch hämatogene Osteomyelitis genannt) entsteht, wenn die Erreger von einem Infektionsherd außerhalb des Knochens (z.B. Mandelentzündung) über den Blutweg ins Knochenmark gelangen. Dies passiert vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen. Die exogene Osteomyelitis ist die Folge von Unfällen (posttraumatisch) oder von Operationen (postoperativ). Dabei dringen die Erreger von außen in den Knochen ein und breiten sich aus. Besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächtem Immunsystem oder mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Arteriosklerose.
Die Symptome einer Osteomyelitis hängen von der Infektionsform und dem Alter der Betroffenen ab. Meist treten allgemeine Symptome wie Fieber und Krankheitsgefühl in Verbindung mit Schmerzen und Entzündungszeichen auf, die auf die von der Osteomyelitis betroffene Region begrenzt sind. Die Diagnose der Knochenmarkentzündung erfolgt durch körperliche Untersuchungen, Blutanalysen, Erregeranzucht und bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall und Skelettszintigraphie).
In einigen Fällen von Osteomyelitis ist es neben der Therapie mit Antibiotika zusätzlich notwendig, abgestorbenes oder infiziertes Gewebe operativ abzutragen – unter Umständen in Verbindung mit einer sogenannten Spongiosaplastik: Hierbei sollen aus dem gesunden Skelett entnommene und in den betroffenen Knochen eingesetzte Knochenteile dessen Funktion erhalten.
Die Prognose der Osteomyelitis hängt davon ab, wodurch die Entzündung des Knochenmarks verursacht wurde und wie sie verläuft. Jede Knochenmarkentzündung kann akut und chronisch verlaufen. Eine akute Osteomyelitis kann – richtig behandelt – vollständig ausheilen. Komplikationen sind jedoch nicht selten. Eine chronische Osteomyelitis zeigt wechselhafte, oft jahrelange Verläufe und ist schwierig zu behandeln.
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