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Stand: 25. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung) kann einen akuten oder einen chronischen Verlauf mit unterschiedlich schwerer Ausprägung nehmen. Die akute Osteomyelitis zeigt in der Regel einen plötzlich und heftig einsetzenden Verlauf mit ausgeprägten allgemeinen Krankheitssymptomen. Die chronische Osteomyelitis verläuft äußerst wechselhaft: So kann die Knocheninfektion plötzlich nach einer langen Phase der Ruhe wieder aufflackern und alle Symptome einer akuten Knochenmarkentzündung zeigen.
Die Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung), deren Erreger von einem Infektionsherd im Körper über das Blut ins Knochenmark gelangt sind, kann unterschiedlich verlaufen. Da der Verlauf und die Folgen dieser als endogene Osteomyelitis bezeichneten Form der Knochenmarkentzündung von einer schnellen Therapie abhängen, sind möglichst frühzeitig diagnosesichernde Untersuchungen ratsam.
Eine akute endogene Osteomyelitis ist bei rechtzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung ohne bleibende Schäden heilbar. Besonders im Erwachsenenalter kann die Knochenmarkentzündung jedoch chronisch verlaufen. Dies kann mit erheblichen Umbauprozessen im Knochen verbunden sein, die zum Beispiel zu einer Blutarmut oder einem Verlust an Elastizität des Knochens und einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche führen. Chronische Entzündungen des Knochens sprechen häufig nicht auf die Behandlung an, verursachen akute Schübe und neigen dazu, immer wieder erneut aufzutreten. Die endogene Osteomyelitis nimmt in etwa zehn Prozent der Fälle einen chronischen Verlauf.
Im Säuglings- und Kindesalter führt die akute endogene Osteomyelitis häufig zu bleibenden Schäden im Bereich der Wachstumszone des Knochens (Metaphyse). Im weiteren Verlauf kann es zu schweren Wachstumsstörungen kommen, wobei sich die betroffene Extremität verformt und verkürzt. Bei Kindern und Erwachsenen kann sich die Knochenmarkentzündung außerdem auf benachbarte Gelenke ausbreiten und dort schwere Schäden verursachen. Eine weitere Komplikation der endogenen Osteomyelitis ist die Blutvergiftung (Sepsis).
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