Oligodendrogliom

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Januar 2016)

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Ein Oligodendrogliom ist ein Hirntumor und gehört, wie auch das Astrozytom und das Glioblastom, zur Gruppe der Gliome. Gliome entstehen aus Zellen, die im Gehirn das Stützgerüst – auch Glia genannt – bilden.

Ein Oligodendrogliom kann

  • als langsam wachsender Tumor mit guter Prognose oder
  • als schnell wachsende, bösartige Geschwulst (anaplastisches Oligodendrogliom) vorkommen.

Oligodendrogliome treten am ehesten im mittleren Lebensalter zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr auf. Wie andere Gliome können sie überall im Großhirn vorkommen, befallen allerdings oftmals die Großhirnhälften im Stirnbereich.

Bislang sind die genauen Ursachen für ein Oligodendrogliom noch bekannt. Als Erstsymptome treten häufig Krampfanfälle (epileptische Anfälle) auf.

Je nach Lage und Größe des Tumors kommt es zu weiteren unterschiedlichen Beschwerden. Dazu gehören zum Beispiel:

Bei der Oligodendrogliom-Diagnose sind, wie bei allen anderen Hirntumoren, neben der ärztlichen Befragung auch spezielle Untersuchungen wichtig. Hat der Betroffene einen oder mehrere epileptische Anfälle erlitten, ist es zum Beispiel sinnvoll, die Hirnströme mittels einer Elektroenzephalographie – kurz EEG – zu messen. Besonders bedeutsam sind bei der Diagnose von Oligodendrogliomen die sogenannten bildgebenden Verfahren des Kopfes, hier vor allem:

Die optimale Therapie – eine komplette Tumorentfernung – kann dazu führen, dass der Betroffene über mehrere Jahre beschwerdefrei ist. Allerdings lässt sich ein Oligodendrogliom nicht immer vollständig operativ entfernen. Strahlentherapie und / oder Chemotherapie sind dann notwendig.

Der genaue Krankheitsverlauf bei einem Oligodendrogliom hängt vor allem von der Tumorart, der Tumorgröße und Tumorlage, den Therapieverfahren sowie vom Allgemeinzustand des Erkrankten ab. Bei einem gut differenzierten, niedriggradigen Oligodendrogliom ist die Prognose im Vergleich zu anderen Gliomen günstig.


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