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Oligodendrogliom

Oligodendrogliom: Definition und Ursachen

Stand: 25. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein Oligodendrogliom ist ein Tumor, der aus Zellen hervorgeht, die im Gehirn das Stützgerüst für die Nervenzellen bilden. Die entsprechenden Zellen heißen Oligodendrozyten. Das Stützgerüst besteht allerdings nicht nur aus Oligodendrozyten, auch andere Zelltypen (z.B. Astrozyten) kommen vor. Insgesamt bezeichnet man das Stützgewebe auch als Glia. Alle Tumoren, die aus diesem Gewebe hervorgehen, lassen sich daher unter dem Oberbegriff Gliome zusammenfassen. Der Name Oligodendrogliom leitet sich also aus der Zellbezeichnung und der Tumorgruppe ab.

Oligodendrogliome machen fünf bis acht Prozent aller Gliome des Gehirns aus. Sie treten am ehesten im mittleren Lebensalter (zwischen viertem und fünftem Lebensjahrzehnt) auf und betreffen Frauen und Männer gleich häufig. Wie andere Gliome können sie überall im Großhirn vorkommen – oft befinden sich Oligodendrogliome allerdings in den Großhirnhälften im Stirnbereich. Pilzförmig verbreitern sie sich dabei bis zur äußeren Hirnschicht, der Hirnrinde. Gelegentlich wachsen sie weiter und können die Hirnhäute befallen, die das Gehirn umhüllen. Oligodendrogliome neigen außerdem zu Kalkablagerungen. Die Symptomatik dieser Tumoren richtet sich entsprechend nach ihrer Lage und Größe.

Wenn Zellen unkontrolliert wachsen und entarten, ähneln die so entstandenen Tumorzellen den ursprünglichen, gesunden Zellen in unterschiedlichem Maße: Zellen von ausgeprägter Ähnlichkeit mit gesundem Gewebe bezeichnen Mediziner als "gut differenziert". "Schlecht differenzierte" Krebszellen ähneln kaum noch den Ursprungszellen. Diese Zellbeschaffenheit spielt eine wichtige Rolle bei der Einteilung der Gliome – und damit auch der Oligodendrogliome – in insgesamt vier Grade der WHO (Weltgesundheitsorganisation). Oligodendrogliome sind vorwiegend gut differenziert und wachsen eher langsam (WHO-Grad II). Nur etwa jedes zweite, differenzierte Oligodendrogliom kann sich dann zu der bösartigeren Variante, dem schnell wachsenden sogenannten anaplastischen Tumor entwickeln (WHO-Grad III-IV).

Ursachen

Die genauen Oligodendrogliom-Ursachen sind nicht bekannt.

Weiterlesen: Oligodendrogliom: Symptome

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