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Das Ohr (Auris)

Mittelohr (Auris media)

Stand: 17. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Das Mittelohr (Auris media) schließt sich direkt an das Trommelfell an. Es besteht aus

  • der Paukenhöhle (Cavum tympani)
  • den Gehörknöchelchen (Ossicula tympani) und deren Muskeln
  • der Eustachischen Röhre (Ohrtrompete, Tuba auditiva)

Paukenhöhle (Cavum tympani) und Gehörknöchelchen (Ossicula tympani)

Die Paukenhöhle (Cavum tympani) ist etwa 3 bis 6 Millimeter breit, 20 Millimeter hoch und etwa 10 Millimeter lang. Sie enthält die drei winzigen Gehörknöchelchen:

  • Hammer,
  • Amboss und
  • Steigbügel.

Die Gehörknöchelchen übertragen und verstärken gleichzeitig die Schallwellen vom Trommelfell auf das Innenohr. Sie sind durch bandartige Gelenke wie eine Kette miteinander verbunden.

Die innere Wand der Paukenhöhle trennt diese vom Innenohr ab. Diese Wand enthält zwei Fenster: das ovale und das runde Fenster. Oberhalb des ovalen Fensters verläuft ein kleiner Kanal durch den der Gesichtsnerv (Nervus facialis, Hirnnerv VII) zieht. Aufgrund dieser anatomischen Nähe kann es als Folge von Mittelohrerkrankungen zu Lähmungen der Gesichtsnerven (Fazialisparese) kommen.

Die vordere Wand der Paukenhöhle hat eine Öffnung, die zur Eustachischen Röhre (Ohrtrompete) führt.

Die Hinterwand reicht an eine knöcherne Struktur mit luftgefüllten, schleimhautbedeckten Räumen heran: den sogenannten Warzenfortsatz (Mastoid).

Das Dach der Paukenhöhle besteht aus einer dünnen, knöchernen Trennwand zur mittleren Schädelgrube, einem Teil der Schädelbasis.

Der Boden der Paukenhöhle grenzt an ein größeres Blutgefäß (die innere Drosselvene bzw. Vena jugularis interna) im Hals, welches Blut vom Kopf zur im Brustkorb gelegenen oberen Hohlvene (Vena cava superior) und damit letztlich zum Herzen führt.

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