Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Ohrenerkrankungen > Tinnitus > Therapie

Tinnitus (Ohrgeräusche)

Tinnitus: Therapie

Stand: 12. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Tinnitus (Ohrgeräusche) richtet sich die Therapie nicht allein nach der Ursache, sondern vor allem nach der Dauer seines Bestehens. Je früher der Betroffene zum Arzt geht, desto besser sind die Heilungschancen. Aus diesem Grund erfolgt eine Klassifizierung von Tinnitus in:

  • akut (bis zu drei Monate bestehend),
  • subakut (drei bis zwölf Monate) und
  • chronisch (länger als zwölf Monate).

Wichtig für die Tinnitus-Behandlung ist auch, ob neben dem Tinnitus eine Hörminderung vorliegt. Gleicht man diese mit einem Hörgerät aus, lässt sich ein Tinnitus so häufig schon eindämmen oder gar beseitigen, da Geräusche, die "verloren" waren, wieder bewusst wahrgenommen werden.

Akuter Tinnitus

Ein akuter Tinnitus wird, wenn seine Ursache im Innenohr liegt oder nicht bekannt ist, in der Regel mit Infusionen mit Zuckerlösungen oder einer Kombination von Kochsalzlösung und entzündungshemmenden Wirkstoffen (Glukokortikoiden) behandelt. Ziel ist es, die Sinneszellen im Innenohr zu aktivieren. Wie wirksam solch eine Infusionstherapie ist, ist noch nicht genau belegt.

Besteht die Ursache des akuten Tinnitus in einem Ohrschmalzpfropf (häufige Ursache), so kann der Arzt diesen umgehend schmerzfrei entfernen.

Die größten Erfolgsaussichten in der Behandlung von Ohrgeräuschen bestehen, wenn die Maßnahmen so früh wie möglich, günstigstenfalls innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Tinnitusereignis, durchgeführt werden.

Hyperbare Sauerstofftherapie

Ein akuter Tinnitus kann auch mit der sogenannten hyperbaren Sauerstofftherapie behandelt werden, wenn eine Behandlung mit Glukokortikoiden keine Besserung bringt – allerdings ist diese Therapieform umstritten und wird auch von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Die hyperbare Sauerstofftherapie beruht auf der Annahme, dass bei Tinnitus ein Sauerstoffmangel im Innenohr vorliegen kann. Beim Aufenthalt in einer Überdruckkammer atmet der Betroffene Sauerstoff über eine Atemmaske ein. Mithilfe des erhöhten Drucks gelangt mehr Sauerstoff ins Gewebe und Blut, sodass auch das Innenohr mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Sofern die Ursache des Tinnitus eine Durchblutungsstörung ist, lassen sich die Ohrgeräusche in einigen Fällen mindern. Bei chronischem Tinnitus zeigt die hyperbare Sauerstofftherapie allerdings selten eine Wirkung.

Weiterlesen: Tinnitus: Therapie – Subakuter und chronischer Tinnitus

Das könnte Sie auch interessieren

Ohrenerkrankungen

Ohrenerkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr über Ohrenerkrankungen und welche Erkrankungen dahinter stecken können. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.