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Schwerhörigkeit

Einteilung der Schwerhörigkeit

Stand: 21. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Schwerhörigkeit
normaler Gehörgang

Je nachdem, wo die Scherhörigkeit auftritt, unterscheiden Experten drei Formen:

  • Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit gelangt der Schall nicht mehr ausreichend vom Außenohr über das Mittelohr bis ins Innenohr. Dies ist zum Beispiel bei Trommelfellschäden, einer Mittelohrentzündung oder einem verstopften Gehörgang der Fall.
  • Eine Schallempfindungsstörung entsteht durch eine gestörte beziehungsweise verringerte Funktion des Cortischen Organs im Innenohr. Im Cortischen Organ wandeln die Haarzellen die mechanischen Schwingungen in Nervensignale um, die der Hörnerv anschließend an die Hörrinde im Gehirn weiterleitet. Ursachen für Störungen im Innenohr sind beispielsweise langfristige Hörschäden durch permanenten Lärm, aber auch Unfälle, z.B. mit Schädel-Basis-Bruch. In vielen Fällen ist die genaue Ursache jedoch unbekannt. Tritt eine Schallempfindungsstörung bereits im Kindesalter auf, so ist sie bei etwa jedem vierten Kind erblich bedingt.
  • Die dritte Form der Schwerhörigkeit ist die sog. Schallverarbeitungsstörung. Diese unterteilt man wiederum in "neurale Schwerhörigkeit" und "zentrale Schwerhörigkeit". Die "neurale Schwerhörigkeit" betrifft den Hörnerv, der die Nervensignale aus dem Innenohr zur Hörrinde im Gehirn leitet. Bei der "zentralen Schwerhörigkeit" liegt eine Störung der Hörbahn und/oder Hörrinde vor, sodass die Nervensignale aus dem Innenohr nicht mehr richtig verarbeitet werden können.

Schwerhörigkeit kann akut (plötzlich) auftreten oder chronisch (anhaltend) sein. In den meisten Fällen ist eine akute Schwerhörigkeit nur von kurzer Dauer und verschwindet von selbst. In anderen Fällen bedarf sie, genau wie der chronische Hörschaden, einer Behandlung. Ob und wie gut sich eine Schwerhörigkeit therapieren lässt, ist sehr unterschiedlich.

Je nachdem, welche Lautstärke und Tonhöhe eine Person nicht mehr hört, unterscheiden Ärzte verschiedene Grade der Schwerhörigkeit von der Taubheit:

  • geringgradige Schwerhörigkeit: Der Betroffene hört z.B. nicht mehr das Ticken einer Armbanduhr (Hörverlust von 20 bis 40 dB).
  • mittelgradige Schwerhörigkeit: Der Erkrankte nimmt keine Umgebungsgeräusche mehr wahr, z.B. Vogelgezwitscher (Hörverlust von 41 bis 60 dB).
  • hochgradige Schwerhörigkeit: Der Betroffene hört Gespräche nicht mehr (Hörverlust von 61 bis 80 dB).
  • Resthörigkeit oder Taubheit: Der Betroffene hört auch sehr laute Geräusche nicht mehr, z.B. Discomusik (Hörverlust über 81 dB).

Weicht die Hörfähigkeit um maximal 20 dB von der normalen Hörschwelle ab, liegt keine Schwerhörigkeit vor: Dann sprechen Ärzte noch von Normalhörigkeit. Eine Hörstörung liegt vor, wenn der Betroffene einen Hörverlust über 20 dB hat.

Weiterlesen: Schwerhörigkeit: Ursachen

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