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Stand: 19. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Mittelohrentzündung (Otitis media) kann verschiedene Ursachen haben. Vor allem Bakterien lösen sie aus, seltener auch Viren. Bei den Viren handelt es sich um das Grippevirus sowie um sämtliche Viren, die Erkältungen verursachen. Die größere Rolle spielen jedoch Bakterien (z.B. Pneumokokken, A-Streptokokken, Haemophilus influenzae). Vor allem bei Säuglingen können bei einer Mittelohrentzündung auch Bakterien der Gattung Staphylokokken als Ursachen infrage kommen.
In der Regel sind bei einer akuten Mittelohrentzündung als Ursachen eine Erkältung oder ein grippaler Infekt möglich. Dabei steigt die Infektion vom Nasen-Rachen-Raum auf. Seltener dringen die Keime bei einem Trommelfelldefekt oder einer Verletzung des Trommelfells direkt aus dem äußeren Gehörgang ein. Auch eine Verschleppung der Viren oder Bakterien über das Blut (hämatogene Streuung) im Rahmen einer Allgemeinerkrankung (z.B. Scharlach) sind bei einer Mittelohrentzündung als Ursachen möglich.
Auch große Rachenmandeln (z.B. als Folge einer Mandelentzündung) oder oft auftretende Halsentzündungen können die Belüftung zwischen Mittelohr und Rachenraum stören und verhindern, dass Flüssigkeit abfließt. Angeborene Veränderungen im Rachenraum (z.B. Gaumenspalten) können bei Kindern eine Mittelohrentzündung ebenfalls begünstigen.
Ursachen einer chronischen Mittelohrentzündung sind zum Beispiel eine behinderte Nasenatmung (z.B. durch Polypen) oder eine andauernde Trommelfellverletzung.
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