Startseite > Krankheiten > Ohrenerkrankungen > Mittelohrentzündung > Definition
Stand: 19. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Mittelohrentzündung (Otitis media) ist eine plötzlich auftretende (akute) Erkrankung des Ohrs, die mit stechenden ein- oder beidseitigen Ohrenschmerzen, Klopfen im Ohr, Schwindel und Fieber beginnt. In den meisten Fällen verursachen Bakterien die Mittelohrentzündung, manchmal lösen auch Viren die Erkrankung aus. Am häufigsten kommt eine Mittelohrentzündung bei Kindern und Säuglingen vor.
Das Mittelohr ist ein luftgefüllter Hohlraum. Es wird durch das Trommelfell vom äußeren Gehörgang abgetrennt. In ihm befinden sich die drei Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel), welche die Schallwellen in Richtung Innenohr übertragen.
Die Ohrtrompete (Tuba auditiva Eustachii) verbindet das Mittelohr mit dem hinteren Rachenraum. Auf diese Weise belüftet die Ohrtrompete das Mittelohr, so dass ein Druckausgleich möglich ist. Bei einer Erkältung können jedoch Krankheitserreger aus dem Nasen-Rachen-Raum über die Ohrtrompete ins Mittelohr aufsteigen und eine Mittelohrentzündung auslösen.
Eine Mittelohrentzündung ist bei Kindern eine häufige Ursache von Ohrenschmerzen. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders häufig betroffen, weil ihre Ohrtrompete noch sehr kurz ist. Auch eine behinderte Nasenatmung, zum Beispiel durch gutartige Geschwulste der Schleimhaut (Polypen), erhöht das Risiko einer Mittelohrentzündung. In solchen Fällen funktioniert meist die Belüftung des Mittelohrs nicht ideal, was eine Infektion begünstigt.
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