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Hörsturz

Hörsturz: Ursachen

Stand: 27. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Anatomische Ansicht des menschlichen Ohres
Aufbau des Ohrs
(Klicken Sie zum Vergrößern auf das Bild.)

Beim Hörsturz konnten Forscher die genauen Ursachen bisher nicht eindeutig klären. Man vermutet, dass mehrere Faktoren zusammenwirken und letztlich dazu führen, dass das Innenohr nicht mehr ausreichend mit Blut und demzufolge mit Sauerstoff versorgt wird. Im Innenohr befinden sich die sogenannten Haarzellen – Sinneszellen, die für das Hören zuständig sind. Geräusche von außen erzeugen in diesen Zellen ein elektrisches Signal, das der Hörnerv an das Hörzentrum im Gehirn weiterleitet. Kleine Blutgefäße versorgen die Haarzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Eine mangelnde Durchblutung in diesen Blutgefäßen schädigt die Haarzellen und beeinträchtigt ihre Funktion erheblich. Die Folge ist ein Hörverlust beziehungsweise ein Hörsturz.

Die häufigsten Ursachen einer gestörten Durchblutung im Innenohr sind kleine Blutgerinnsel (Thromben), welche die Blutgefäße verschließen – ähnlich den Gefäßverschlüssen bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Man spricht deshalb auch von einem Innenohrinfarkt.

Alle Faktoren, die das Blut verdicken oder eine erhöhte Gerinnungsneigung begünstigen, können also zum Hörsturz beitragen. Als Ursachen hierfür spielen zum Beispiel erhöhte Blutfettwerte, insbesondere des Cholesterins, eine wichtige Rolle. Cholesterin lagert sich an den Gefäßwänden an, und verengt somit die Blutgefäße – der normale Blutfluss ist behindert. Auch eine zu hohe Konzentration von gerinnungsfördernden Stoffen im Blut (z.B. Fibrinogen) gehört zu den möglichen Hörsturz-Ursachen. Diese Stoffe beeinträchtigen die Blutzirkulation in den kleinen Gefäßen des Innenohrs. Sind die Blutgefäße durch Arteriosklerose (Arterienverkalkung) vorgeschädigt, besteht eine erhöhte Gefahr, dass sich Blutgerinnsel in den Gefäßen festsetzen. Bluthochdruck (Hypertonie) und übermäßiger Nikotingenuss fördern die Entstehung von Arteriosklerose und gelten daher ebenfalls als Hörsturz-Ursachen.

Auch starke Blutdruckschwankungen, insbesondere ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks, und Herzerkrankungen wie Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) oder Angina pectoris können eine Minderdurchblutung der Haarzellen im Ohr bewirken. Darüber hinaus haben Forscher einen Zusammenhang zwischen schweren seelischen Belastungs- und Konfliktsituationen und dem Auftreten eines Hörsturzes beobachtet. Die Hörsturz-Ursachen sind folglich sehr vielschichtig.

Neben einer mangelnden Durchblutung des Innenohrs können möglicherweise auch andere Faktoren einen Hörsturz begünstigen. Weitere vermutete Ursachen sind:

Weiterlesen: Hörsturz: Symptome

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