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Stand: 27. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein Verfahren zur Hörsturz-Therapie ist die sogenannte H.E.L.P.- Apherese (Heparin-induzierte extrakorporale LDL-Präzipitation). Hierbei filtert ein spezielles Blutreinigungsverfahren Stoffe aus dem Blut, die den Blutfluss in den Gefäßen behindern beziehungsweise die Blutgerinnung des Bluts fördern. Zu diesen Stoffen zählen LDL-Cholesterin, Lipoprotein (a) und Fibrinogen.
Das Verfahren verbessert die Fließeigenschaften des Bluts und reguliert die Gefäßweite, sodass die kleinen Gefäße des Innenohrs wieder besser durchblutet werden. Wichtig ist, dass die Therapie möglichst bald nach dem Auftreten eines Hörsturzes erfolgt.
Die H.E.L.P.-Apherese findet ambulant in speziellen Zentren statt. Sie dauert etwa zwei Stunden. Dem Betroffenen wird dabei über eine Armvene kontinuierlich Blut entnommen. Im Apheresegerät entfernt eine spezielle chemische Reaktion außerhalb des Körpers (extrakorporal) LDL-Cholesterin, Lipoprotein (a) und Fibrinogen aus dem Blut. Anschließend erhält der Betroffene mit Hörsturz das so gereinigte Blut über die Vene zurück. In einer Sitzung lassen sich so insgesamt etwa drei Liter Blut "waschen". Im Anschluss an die Behandlung kann der Betroffene sofort nach Hause gehen. Nach zwei Tagen kontrolliert der HNO-Arzt das Hörvermögen erneut. Um den Verlauf der Erkrankung beobachten zu können, ist eine weitere Untersuchung nach sechs Wochen ratsam.
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