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Hörsturz

Hörsturz: Therapie

Stand: 27. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Hörsturz zielt die Therapie darauf ab, das Innenohr wieder ausreichend zu durchbluten. Die Haarzellen im Innenohr sind bei einem Hörsturz nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Diese speziellen Zellen haben die Aufgabe, die aufgenommenen Schallwellen als Nervensignal über den Hörnerv an das Hörzentrum im Gehirn weiterzuleiten. Mithilfe der Behandlung soll sich die Durchblutung der Haarzellen und damit das Hörvermögen wieder verbessern. Dabei sind die Heilungschancen umso größer, je früher die Hörsturz-Therapie erfolgt.

Steht die Diagnose Hörsturz fest, gibt es verschiedene Therapie-Möglichkeiten. Der HNO-Arzt entscheidet, welche im Einzelfall geeignet sein kann. Ein Therapieansatz ist es, die Fließeigenschaften des Bluts zu verbessern. Um Entzündungen als mögliche Ursache für den Hörsturz zu behandeln, eignet sich oftmals die Gabe von Kortison (Glukokortikoide). Bei einem leichten Hörsturz ohne starke Beeinträchtigung des Hörvermögens kann es auch sinnvoll sein, einige Zeit abzuwarten. So tritt in einigen Fällen eine spontane Besserung ein.

Infusionstherapie

Um die Durchblutung des Innenohrs zu verbessern, kommt beim Hörsturz vorwiegend die Infusionstherapie zum Einsatz. Hierbei erhält der Betroffene über eine Vene (intravenös) etwa 10 bis 14 Tage lang einmal pro Tag Lösungen, die das Blutvolumen in den Gefäßen vergrößern und das Blut verdünnen (sog. Plasmaexpander).

Durch die Verdünnung des Bluts verbessern sich dessen Fließeigenschaften. Zusätzlich verabreicht der Arzt Medikamente, welche die Blutgefäße erweitern und auf diese Weise den Blutfluss erhöhen. Die verwendeten Wirkstoffe sind Hydroxyethylstärke (HES) und Pentoxifyllin. Als Nebenwirkung der Hörsturz-Therapie kann unter anderem Juckreiz auftreten.

Zusätzlich oder alternativ zu den Plasmaexpandern verabreicht der HNO-Arzt bei der Hörsturz-Therapie häufig auch Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der sogenannten Glukokortikoide (z.B. Kortisonpräparate). Sie wirken gegen die Entzündung und Schwellung, die beim Hörsturz im Ohr auftreten können.

Weiterlesen: Hörsturz: Therapie – H.E.L.P.-Apherese

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