Startseite > Krankheiten > Ohrenerkrankungen > Hörsturz > Definition
Stand: 27. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Beim Hörsturz handelt es sich um eine plötzliche Hörminderung, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann – von einer leichten Hörstörung bis hin zur Taubheit. Ein Hörsturz tritt meist ohne erkennbaren Anlass auf, wobei häufig nur ein Ohr betroffen ist. Dabei ist das Innenohr in seiner Funktion gestört. Im Gegensatz zur sogenannten Schallleitungsstörung, die im äußeren Ohr oder im Mittelohr entsteht, sprechen Mediziner im Rahmen eines Hörsturzes auch von Schallempfindungsschwerhörigkeit oder sensorischer Schwerhörigkeit.
Der Hörsturz ist eine häufige Funktionsstörung des Innenohrs. Schätzungen zufolge erleiden in Deutschland jährlich zwischen 160 und 400 Menschen pro 100.000 Einwohner einen plötzlichen Hörverlust mit individuell unterschiedlichem Schweregrad. Ein Hörsturz tritt meist um das 50. Lebensjahr herum auf. Allerdings steigt der Anteil jüngerer Personen, die einen Hörsturz erleiden, stetig an. Frauen trifft es genauso häufig wie Männer. Im Kindesalter ist ein Hörsturz eher selten.
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