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Barotrauma

Mittelohr

Stand: 23. Juni 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Das Mittelohr ist luftgefüllt und enthält die drei Gehörknöchelchen, Hammer, Amboss und Steigbügel. Es ist über die Eustachische Röhre mit dem Nasenrachenraum verbunden. Zum Außenohr wird es durch das Trommelfell begrenzt, zum Innenohr durch das runde und das ovale Fenster. Der Steigbügel liegt dabei am ovalen Fenster an. Wird das Trommelfell durch Schallwellen in Bewegung gesetzt, überträgt sich dies auf die Gehörknöchelchen und weiter auf das ovale Fenster und die Innenohrflüssigkeit.

Während beim Tauchen mit zunehmender Tiefe im übrigen Körper über den Lungenautomaten der jeweilige Umgebungsdruck aufrecht erhalten wird, bleibt der Druck im Mittelohr auf dem Niveau des Oberflächendrucks. Es ist daher bereits nach zwei bis drei Metern Wassertiefe ein Druckausgleich über die Eustachische Röhre nötig. Dies geschieht durch Zudrücken der Nase und leichtes Luftpressen dagegen. Der Druckausgleich ist spürbar und hörbar.

Aufgrund einer Erkältung oder eines Schnupfens können die Schleimhäute in der Eustachischen Röhre angeschwollen und die Röhre durch Schleim verstopft sein. Wird der Druckausgleich dennoch mit großem Druck ausgeführt, kann Schleim ins Mittelohr gepresst werden und Kapillaren in den Schleimhäuten können platzen. Durch den übermäßigen Druck besteht zudem die Gefahr, dass das Trommelfell reißt.

Das Barotrauma im Mittelohr äußert sich durch Schwindel, Schmerzen, Ohrgeräusche und Blutungen aus dem Ohr und kann Infektionen und eine Mittelohrentzündung (Otitis media) zur Folge haben.

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