Ösophagusdivertikel (Speiseröhrendivertikel)

Ösophagusdivertikel (Speiseröhrendivertikel): Verlauf

Stand: 28. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ösophagusdivertikel (Speiseröhrendivertikel) haben bei Behandlung oft einen guten Verlauf. Die Heilungschancen bei einem Speiseröhrendivertikel sind sehr gut. Die Erfolgsquoten nach einer Endoskopie oder einem operativen Eingriff liegen bei hoch sitzenden Divertikeln über 95 Prozent. In seltenen Fällen können entzündete Ösophagusdivertikel Blutungen verursachen.

Zenker-Divertikel

Zenker-Divertikel zeigen einen guten Verlauf: Bei einer chirurgischen Behandlung solcher Ösophagusdivertikel ist die Prognose sehr gut. In der Mehrzahl der Fälle lassen sich die Divertikel restlos beseitigen. In sehr wenigen Fällen tritt das Speiseröhrendivertikel nach der Operation erneut auf (Rezidiv).

Bei Nichtbehandlung kann ein Zenker-Divertikel jedoch zu zum Teil lebensbedrohlichen Komplikationen führen:

  • Verbleiben Nahrungsreste längere Zeit im Divertikel, können Reizungen und Entzündungen der Speiseröhren-Schleimhaut (Ösophagitis) die Folge sein. Unter Umständen wird die Schleimhaut dabei so stark geschädigt, dass es zu einem Durchbruch der Speiseröhrenwand (Perforation) kommt.
  • Speisereste, die beim Zurückströmen der Nahrung aus dem Divertikel in die Luftröhre und von dort aus in die Lunge gelangen, können Lungenentzündungen (Aspirationspneumonie) und Lungenabszesse verursachen. Verlegen größere Nahrungsbissen die Luftwege, besteht Erstickungsgefahr.

Weiterlesen: Ösophagusdivertikel (Speiseröhrendivertikel): Verlauf – Epiphrenale Divertikel

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