Startseite > Krankheiten > Ösophagusdivertikel (Speiseröhrendivertikel) > Therapie
Stand: 28. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einem Ösophagusdivertikel (Speiseröhrendivertikel) richtet sich die Therapie nach der Größe des Divertikels und der Art der Beschwerden. Als Behandlung von Ösophagusdivertikel (Speiseröhrendivertikel) kommen – je nach Einzelfall – sowohl nicht-operative als auch operative Behandlungsmethoden in Betracht.
Bei einem Zenker-Divertikel, dem häufigsten Ösophagusdivertikel, ist zur Therapie in der Regel eine chirurgische Behandlung notwendig. Dabei entfernt der Chirurg auch kleine Divertikel, da sie zu größeren Divertikeln auswachsen können und Komplikationen möglich sind. Das Standardverfahren, vor allem für kleinere Zenker-Divertikel, ist dabei die sogenannte Divertikulopexie, bei welcher der Arzt die Speiseröhre im Halsbereich operativ freilegt und das Divertikel abträgt. Als sogenanntes minimal-invasives Verfahren ist eine transorale Divertikulotomie möglich. Hierbei entfernt der Arzt das Divertikel mithilfe eines Endoskops (Endoskopie) über den Zugang durch die Mundhöhle, ohne dabei die Speiseröhre operativ eröffnen zu müssen.
Ein Zenker-Divertikel erfordert eine operative Therapie – eine konservative, also nicht-chirurgische Behandlungsmaßnahme, gibt es für das Zenker-Divertikel nicht. Ist aufgrund eines schlechten Allgemeinzustands eine Operation nicht möglich, bessern sich die Beschwerden eventuell durch eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten. Als vorteilhaft haben sich dabei leichte Vollkost und Breikost erwiesen. Auf saure Speisen und Getränke sollten Betroffene verzichten.
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