Startseite > Krankheiten > Ösophagusdivertikel (Speiseröhrendivertikel) > Definition
Stand: 28. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ösophagusdivertikel (Speiseröhrendivertikel) sind Ausbuchtungen der Speiseröhrenwand. Als Divertikel (lat. diverticulum = Abweg, Abweichung) werden allgemein pilz-, birnen- oder sackförmige Ausstülpungen der Wand eines Hohlorgans, zum Beispiel an Darm, Harnblase oder Speiseröhre, bezeichnet. Sie können entweder angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein. Entsteht innerhalb eines Hohlorgans ein größerer Druck oder ziehen bindegewebige Strukturen (z.B. Narben) von außen an der Wand des Hohlorgans, geben schwache Stellen der Wand nach und wölben sich nach außen vor. Nur wenn dabei die gesamte Wand, also alle Schichten des Hohlorgans vorgewölbt sind, spricht man von einem echten Divertikel. Ist dagegen nur die Schleimhaut von der Ausbuchtung betroffen (Schleimhautprolaps), liegt ein sogenanntes falsches Divertikel vor. Beim falschen Divertikel rutscht die innerste Wandschicht des Hohlorgans durch die gesamte Organwand seitlich hindurch – zum Beispiel durch eine Lücke zwischen den einzelnen Muskelsträngen der äußeren Wandschichten. Dieses Phänomen kommt bei den Divertikeln des Dickdarms häufig vor: Die Schleimhaut stülpt sich dann sackartig durch die Darmwand in die Bauchhöhle.
Ösophagusdivertikel (Speiseröhrendivertikel) sind seltene, örtlich begrenzte Ausbuchtungen der Speiseröhrenwand unterschiedlicher Größe. Sie entstehen bevorzugt an den drei natürlich vorkommenden (physiologischen) Engstellen der Speiseröhre. Diese Engstellen (und die zugehörigen Divertikel) liegen
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