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Oberschenkelhals­bruch (Schenkelhalsfraktur)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Oktober 2015)

© Jupiterimages/Comstock Images

Der Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur) ist im Alter eine typische und häufige Verletzung, denn: Bei älteren Menschen reicht schon eine geringe Krafteinwirkung, etwa ein seitlicher Sturz, um einen Bruch zwischen Hüftkopf und Oberschenkelknochenschaft (Schenkelhals) zu verursachen.

Der Sturz auf die Hüfte ist bei älteren Menschen die häufigste Ursache für einen Oberschenkelhalsbruch. Die Schenkelhalsfraktur ist im höheren Lebensalter deshalb so verbreitet, weil dann die Oberschenkelknochen meist infolge von Osteoporose (Knochenschwund) weniger bruchfest sind. Die Knochenstruktur ist besonders im Bereich des Schenkelhalses, also am Übergang von Hüftkopf zum Oberschenkelknochen, geschwächt.

Junge Menschen hingegen haben äußerst selten einen Oberschenkelhalsbruch. Bei ihnen kommt es am Oberschenkelhals eher durch starke Gewalteinwirkung zum Bruch, etwa bei Verkehrsunfällen oder Stürzen aus großer Höhe. Auch die Zerstörung eines Knochens durch Krebs kann zu einer Schenkelhalsfraktur führen. Derartige Brüche bezeichnet man als pathologische Frakturen (pathologisch = krankhaft).

Die für einen Oberschenkelhalsbruch typischen Symptome sind Schmerzen in der Hüfte, außerdem kann der Betroffene nicht gehen. Häufig ist bei einer Schenkelhalsfraktur das betroffene Bein auffällig verkürzt und nach außen gedreht. Begleitend können bei Schenkelhalsfrakturen Blutergüsse und Schwellungen über dem Hüftgelenk auftreten.

Die bei einem Oberschenkelhalsbruch eingesetzte Therapie hängt wie die Heilungsdauer vor allem von Befund, Alter und möglicherweise bestehenden Grundkrankheiten der Betroffenen ab. Eine nicht-operative Behandlung (v.a. in Form einer Schmerz- und Physiotherapie) ist nur in wenigen Fällen sinnvoll – wenn die Schenkelhalsfraktur stabil ist und die Bruchenden nicht verschoben sind oder wenn eine Operation (zum gegenwärtigen Zeitpunkt oder grundsätzlich) nicht möglich ist. Meistens besteht die Behandlung beim Oberschenkelhalsbruch in einer Operation: Hierzu stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die den Hüftkopf entweder erhalten oder ersetzen (sog. Hüftgelenksersatz).

Um sich so gut wie möglich vor Knochenbrüchen wie dem Oberschenkelhalsbruch zu schützen, ist es unter anderem ratsam,

  • schon frühzeitig mit regelmäßigem Körpertraining zu beginnen und dies bis ins Alter konsequent zu verfolgen sowie
  • für eine ausgewogene, calciumreiche Ernährung zu sorgen, um die Knochen zu stärken.



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