Oberschenkelhals­bruch (Schenkelhalsfraktur): Operation

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Oktober 2015)

Bei einem Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur) besteht die Therapie in der Regel in einer Operation. Wann sie erfolgt und durch welches Verfahren man den Oberschenkelhalsbruch am besten behandeln kann, ist abhängig von:

  • Frakturtyp
  • Vitalität des Hüftgelenkskopfs
  • Begleiterkrankungen oder Verletzungen
  • Alter der Betroffenen
  • Beweglichkeit (Mobilität)

Die bei einem Oberschenkelhalsbruch eingesetzte Operation findet entweder (v.a. bei jüngeren Menschen nach Unfällen) als Notfalleingriff statt, um die Durchblutung des Hüftgelenkskopfs zu erhalten, oder (v.a. bei älteren Menschen, deren Knochenstruktur verändert ist) als geplante Operation, bei der Sie einen Hüftgelenksersatz bekommen. Bei einem Oberschenkelhalsbruch stehen als operative Therapie vor allem folgende Operationsverfahren zur Verfügung:

  • Hüftkopferhaltende Verfahren: Hier kommen besondere Schrauben oder Schraubenplattenkonstruktionen (dynamische Hüftschraube, DHS) zum Einsatz, um die Knochenbruchstücke nach dem Zurückbringen in ihre normale Lage (Reposition) zusammenzudrücken und die Durchblutung des Hüftgelenkskopfs zu erhalten.
  • Hüftgelenksersatz: Hierbei stellt der Operateur die Beweglichkeit im Hüftgelenk nach einem Oberschenkelhalsbruch mithilfe einer Kopfprothese oder einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP, Hüftkopf- und Pfannenprothese) wieder her. Bei einem so behandelten Oberschenkelhalsbruch ist es anschließend für die Dauer von mehreren Wochen wichtig, das Bein durch Unterarmgehstützen zu entlasten.
Bei jungen Menschen mit Oberschenkelhalsbruch kann unter Umständen zur Therapie ein zusätzliches Operationsverfahren notwendig sein, um den Hüftkopf in eine für die Heilung günstige Position zu bringen, nachdem der Operateur die Knochenbruchstücke in ihre normale Lage zurückgebracht hat: die sogenannte intertrochantere Osteotomie mit einer Knochendurchtrennung und -wiedervereinigung im Bereich der (als Trochanter bezeichneten) Knochenvorsprünge am Oberschenkelhals, die als Muskelansatzstellen dienen.

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