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Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur)

Operation

Stand: 26. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur) besteht die Therapie in der Regel in einer Operation. Wann sie erfolgt und durch welches Verfahren man den Oberschenkelhalsbruch am besten behandeln kann, ist abhängig von:

  • Frakturtyp
  • Vitalität des Hüftgelenkskopfs
  • Begleiterkrankungen oder Verletzungen
  • Alter der Betroffenen
  • Beweglichkeit (Mobilität)

Die bei einem Oberschenkelhalsbruch eingesetzte operative Therapie findet entweder als Notfalleingriff statt (v.a. bei jüngeren Menschen nach Unfällen), um die Durchblutung des Hüftgelenkskopfs zu erhalten, oder als geplante Operation (v.a. bei älteren Menschen, deren Knochenstruktur verändert ist), bei der ein Hüftgelenksersatz erfolgt. Bei einem Oberschenkelhalsbruch stehen zur Behandlung vor allem folgende Operationsverfahren zur Verfügung:

  • Hüftkopferhaltende Verfahren: Hier kommen besondere Schrauben oder Schraubenplattenkonstruktionen (dynamische Hüftschraube, DHS) zum Einsatz, um die Knochenbruchstücke nach dem Zurückbringen in ihre normale Lage (Reposition) zusammenzudrücken und die Durchblutung des Hüftgelenkskopfs zu erhalten.
  • Hüftgelenksersatz: Hierbei stellt der Operateur die Beweglichkeit im Hüftgelenk nach einem Oberschenkelhalsbruch mithilfe einer Kopfprothese oder einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP, Hüftkopf- und Pfannenprothese) wieder her. Bei einem so behandelten Oberschenkelhalsbruch ist es wichtig, das Bein anschließend für die Dauer von mehreren Wochen durch Unterarmgehstützen zu entlasten.

Bei jungen Menschen mit Oberschenkelhalsbruch kann unter Umständen zur Therapie ein zusätzliches Operationsverfahren notwendig sein, um eine günstige Position des Hüftkopfs für die Heilung zu erzielen, nachdem der Operateur die Knochenbruchstücke in ihre normale Lage zurückgebracht hat: die sogenannte intertrochantere Osteotomie mit einer Knochendurchtrennung und -wiedervereinigung im Bereich der (als Trochanter bezeichneten) Knochenvorsprünge am Oberschenkelhals, die als Muskelansatzstellen dienen.

Weiterlesen: Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur): Verlauf

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