Startseite > Krankheiten > Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur) > Therapie
Stand: 26. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einem Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur) zielt die Therapie darauf ab, die Fraktur zu stabilisieren. Die Betroffenen sollen so schnell wie möglich wieder aufstehen können. Wie die Behandlung im Einzelnen aussieht, hängt in hohem Maß davon ab, ob die Blutversorgung des Schenkelhalses und Hüftkopfs durch die Fraktur beeinträchtigt ist.
Nur wenn bei Ihnen ein stabiler Oberschenkelhalsbruch vorliegt, ist für Sie eine konservative (d.h. nicht-operative) Therapie geeignet. Um bei einem konservativ behandelten Oberschenkelhalsbruch die Heilung nicht zu stören, ist es wichtig, dass Sie Ihr Bein eine Zeit lang nicht belasten. Dies erreichen Sie mit Unterarmgehstützen.
Die konservative Therapie der Schenkelhalsfraktur besteht aus einer Schmerztherapie und einer intensiven Physiotherapie, die nach dem Abklingen der akuten Schmerzen ab dem dritten Tag beginnt und Ihre Beweglichkeit wiederherstellen soll (sog. Mobilisation). Solange Sie nach dem Oberschenkelhalsbruch bettlägerig sind, sind außerdem eine Atemgymnastik sowie die tägliche Gabe von Heparin erforderlich, um ein venöses Blutgerinnsel (Thrombose) zu vermeiden.
Um zu kontrollieren, ob die gegen den Oberschenkelhalsbruch eingesetzte konservative Therapie erfolgreich verläuft, sind nach den ersten Mobilisationsübungen über eine mehrwöchige Dauer (etwa bis zur 12. Woche nach dem Bruch) mehrfache Röntgenaufnahmen notwendig. Auch wenn bei einer konservativ behandelten Schenkelhalsfraktur plötzlich Schmerzen auftreten, ist eine Röntgenaufnahme ratsam, um Verschiebungen (Dislokationen) an der Bruchstelle rechtzeitig zu erkennen. Haben sich die Bruchenden verschoben, macht der Oberschenkelhalsbruch zur Behandlung meist eine Operation notwendig.
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