Oberschenkelhals­bruch (Schenkelhalsfraktur): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Oktober 2015)

Bei einem Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur) zielt die Therapie darauf ab, die Fraktur zu stabilisieren, damit der Betroffene so schnell wie möglich wieder aufstehen kann. Wie die Behandlung im Einzelnen aussieht, hängt in hohem Maß davon ab, ob die Blutversorgung des Schenkelhalses und Hüftkopfs durch die Fraktur beeinträchtigt ist.

Konservative Therapie

Nur ein stabiler Oberschenkelhalsbruch erfordert zur Therapie nicht unbedingt operative Maßnahmen. Bei einer stabilen Schenkelhalsfraktur ist also auch eine konservative Therapie geeignet. Diese besteht aus einer Schmerztherapie und einer intensiven Physiotherapie, die nach dem Abklingen der akuten Schmerzen beginnt und die Beweglichkeit wiederherstellen soll (sog. Mobilisation).

Solange Sie nach dem Oberschenkelhalsbruch bettlägerig sind, beinhaltet die konservative Therapie außerdem eine Atemgymnastik sowie die tägliche Gabe von Heparin, um ein venöses Blutgerinnsel (Thrombose) zu vermeiden. Darüber hinaus ist bei einer konservativ behandelten Schenkelhalsfraktur darauf zu achten, das Bein eine Zeit lang nicht zu belasten: Verwenden Sie daher unbedingt Unterarmgehstützen: Dies ist beim Oberschenkelhalsbruch wichtig, um dessen Heilung nicht zu stören.

Um zu kontrollieren, ob die gegen den Oberschenkelhalsbruch eingesetzte konservative Therapie erfolgreich verläuft, sind nach den ersten Mobilisationsübungen über eine mehrwöchige Dauer (etwa bis zur 12. Woche nach dem Bruch) mehrfache Röntgenaufnahmen notwendig. Auch wenn bei einer konservativ behandelten Schenkelhalsfraktur plötzlich Schmerzen auftreten, ist eine Röntgenaufnahme ratsam, um Verschiebungen (Dislokationen) an der Bruchstelle rechtzeitig zu erkennen. Haben sich die Bruchenden verschoben, macht der Oberschenkelhalsbruch zur Behandlung meist eine Operation notwendig.


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