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Norovirus, Norovirus-Infektion

Ernährungsempfehlungen für Kinder

Stand: 31. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Wenn Ihr Kind eine akute Durchfallerkrankung wie die durch Noroviren ausgelöste Norovirus-Infektion hat, können Sie die ärztliche Therapie auch durch eine der Krankheitssituation angepassten Ernährung unterstützen. Es gelten folgende Ernährungsempfehlungen für Kinder mit Norovirus-Infektionen:

  • Wenn Sie noch stillen, können Sie Ihr Baby zwischen dem Füttern der oralen Rehydratationslösung (Elektrolytlösung) anlegen.
  • In der Zeit während oder kurz nach dem Durchfall ist es ratsam, ein gestilltes Baby nicht auf Säuglingsmilch oder Spezialnahrung umzusetzen, da dies Nahrungsmittelunverträglichkeiten auslösen kann.
  • Wenn Sie Ihr Baby nicht stillen, können Sie ihm die gewohnte Säuglingsmilchnahrung unverdünnt über viele kleine Mahlzeiten verteilt verabreichen.
  • Wenn Ihr Baby eine hypoallergene Säuglingsmilch (HA-Nahrung) bekommt, geben Sie ihm keine andere Säuglingsmilch auf Kuhmilch- oder Sojabasis.
  • Wenn Ihr Baby schon vor der Norovirus-Infektion Beikost erhielt, können Sie ihm diese auch während oder nach der Erkrankung wieder verfüttern.
  • Es ist nicht nötig, Ihr Kind während einer Norovirus-Infektion auf eine spezielle Nahrung umzustellen, z.B. auf eine sogenannte Heilnahrung mit geringerem Milchzucker- und/oder Fettgehalt oder auf Milchnahrungen auf Basis von Sojaeiweiß oder mit hydrolysiertem Eiweiß.
  • Wenn Ihr Kind im Kleinkinderalter ist, erhält es am besten eine für das Alter angemessene Kost, zum Beispiel Brot mit Aufstrich, Nudel-, Kartoffel- oder Reisgerichte, Hafer- oder Grießbrei oder Suppen (Kartoffelsuppe, Möhrensuppe).
  • Wenn Ihr Kind nicht erbricht, kann es zunehmend Speisen mit normalem Fettgehalt essen.
  • Nicht empfehlenswert bei Norovirus-Infektionen sind Säfte mit hohem Zuckeranteil (Fruchtzucker, Rohrzucker), wie etwa Apfelsaft, oder Säfte mit hohem Anteil am Zuckeraustauschstoff Sorbit. Auch sehr süße Speisen sind zu meiden.

Die Ernährungsempfehlungen für Kinder besagen auch, das Kinder bei einer leicht verlaufenden Norovirus-Infektion am besten mehr trinken als sonst. Je nach Alter und vorheriger Kost eignet sich zum Beispiel Muttermilch, Säuglingsnahrung, ungesüßter Kräutertee oder Wasser. Soweit es möglich ist, stillen oder füttern Sie das Kind außerdem normal – eine spezielle Schon- oder Aufbaukost oder längere Nahrungspausen während der Therapie sind nicht nötig.

Cola-Getränke eignen sich für Säuglinge und kleine Kinder mit einer Norovirus-Infektion nicht als Therapie. Diese Ernährungsempfehlung hat folgenden Grund: Cola-Getränke enthalten sehr viel Zucker, der mitunter die bei Durchfall ohnehin schon gesteigerte Wasserabgabe aus dem Körper ins Darminnere fördert. Zudem verstärkt das in der Cola enthaltene Koffein den Kaliumverlust, den der durch die Noroviren ausgelöste Brechdurchfall bereits verursacht hat.

Erwachsene

Eine durch Noroviren ausgelöste Norovirus-Infektion verläuft bei ansonsten gesunden Erwachsenen auch ohne spezielle Therapie häufig so, dass sich die Symptome von selbst bessern und der Körper den Brechdurchfall ohne Medikamente überwindet. Für Erwachsene mit einer Norovirus-Infektion, die nur leichten Durchfall und Erbrechen haben, sind Cola und Salzstangen als Hausmittel zur Behandlung zwar nicht unbedingt schädlich – zu empfehlen sind sie aber auch nicht. Salzstangen liefern vor allem Natrium, während der Körper auch Kalium benötig. Es empfiehlt sich, zusätzlich Bananen zu essen, da sie kaliumreich sind.

Auch für Erwachsene, die mit Noroviren infiziert sind, ist es wichtig, ausreichend zu trinken – so können Sie etwa Mineralwässer oder ungesüßte Kräutertees zu sich nehmen. Bei einer schwereren Norovirus-Infektion können Sie sich Elektrolyt-Präparate aus der Apotheke besorgen.

Weiterlesen: Norovirus (Norovirus-Infektion): Verlauf

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