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Norovirus, Norovirus-Infektion

Norovirus (Norovirus-Infektion): Therapie

Stand: 31. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer durch Noroviren ausgelösten Norovirus-Infektion erfolgt die Therapie in der Regel zu Hause (ambulant), wenn nicht allzu schwere Krankheitssymptome auftreten. Da kein speziell gegen Noroviren wirkendes Medikament verfügbar ist, besteht bei einer leichten Norovirus-Infektion die Behandlung aus folgenden Maßnahmen:

  • Viel trinken, um den durch die Durchfälle und das Erbrechen bedingten Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen (z.B. Mineralwasser, ungesüßte Kräutertees),
  • essen, um die verloren gegangene Energie zu ersetzen und
  • Bettruhe bzw. körperliche Schonung.

Geht die Norovirus-Infektion mit starkem Erbrechen einher, können zur Therapie – nach Absprache mit dem Arzt – Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (sog. Antiemetika) zum Einsatz kommen, um die Beschwerden zu bessern. Antibiotika eignen sich bei einer Infektion mit Noroviren nicht zur Behandlung, da diese Medikamente nur gegen Bakterien wirken.

Für Säuglinge, Kleinkinder und alte Menschen kann eine Infektion mit Noroviren f– vor allem wenn Vorerkrankungen bestehen – Risiken mit sich bringen. Dies ist bei der Behandlung zu beachten. Darum ist es ratsam, dass die Therapie einer Norovirus-Infektion bei diesen Risikogruppen durch einen Arzt erfolgt. Kinder reagieren zum Beispiel weitaus empfindlicher auf die durch Durchfall und Erbrechen entstehenden Flüssigkeitsverluste als Erwachsene, und zwar je ausgeprägter, desto jünger sie sind. Für sie und alte Menschen ist der Wasserverlust mitunter gefährlich.

Wenn Kinder oder ältere Menschen infolge der Norovirus-Infektion viel Flüssigkeit verlieren und ein Wassermangel droht (Austrocknung bzw. Dehydratation), ist eine spezielle Elektrolylösung (Wirkstoff: Dinatriumhydrogencitrat) zur Therapie nötig, um die Verluste auszugleichen. Diese Elektrolyt-Zucker-Lösungen heißen fachsprachlich orale Rehydratationslösung oder auch WHO-Lösung (benannt nach der Weltgesundheitsorganisation WHO). Sie eignen sich, um den Flüssigkeitsverlust von Säuglingen, Kleinkindern und alten, kranken Menschen auszugleichen. Eine orale Rehydratationsläsung enthält genau die Mischung, die der Körper braucht: in Wasser gelöste Elektrolyte wie Kochsalz (NaCl), Kaliumchlorid (KCl) oder Natriumcitrat sowie Traubenzucker als Nährstoff. Wenn Ihr Kind noch nicht alt genug ist, diese Lösung selbst zu trinken, können Sie es mit der Lösung füttern. Selbst hergestellte Mischungen aus Saft, Salz, Zucker und Wasser sind bei einer Infektion mit Noroviren nicht angebracht.

Bei einer schweren Norovirus-Infektion kann eine Therapie im Krankenhaus (stationär) ratsam sein. Dort erhalten die Betroffenen die erforderliche Flüssigkeit, die Elektrolyte und Nährstoffe über eine Vene als Infusion oder über eine Nasensonde direkt in den Magen.

Weiterlesen: Norovirus (Norovirus-Infektion): Therapie – Ernährungsempfehlungen für Kinder

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